Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Doom: The Dark Ages
Der neueste Teil der modernen Doom-Reihe bietet wie gewohnt ein gelungenes Shooter-Erlebnis, verschiebt aber den Fokus im Vergleich zum direkten Vorgänger Eternal ein wenig.
Die große Neuerung ist der Schild, mit dem man eine geringe Anzahl von Attacken abwehren oder eine bestimmte Art von Attacke parieren kann. Das Zeitfenster ist hier aber sehr großzügig gewählt, weshalb es kein großer Fokus ist, sondern nur ein weiteres Werkzeug, das einem zur Verfügung steht, um gegen die Dämonenhorden zu bestehen.
Dadurch geht man die Kämpfe etwas anders an, und im direkten Vergleich ist es damit auch minimal langsamer. Trotzdem ist es wichtig, seine Möglichkeiten zu kennen und immer in Bewegung zu bleiben. Ich habe das Spiel auf „Albtraum“ beendet, und der Schwierigkeitsgrad ist zwar hoch, aber immer gut machbar, wenn man das Gameplay beherrscht.
Das Gameplay ist mal wieder sehr spaßig, wenn man zu den Spielern gehört, die Freude daran haben, in eine Arena voller Gegner geworfen zu werden und zu wissen, wie man welchen Gegner besiegt und welche Waffe für welche Situation am besten geeignet ist. Die verschiedenen Waffen machen größtenteils Spaß, aber jetzt ist es nicht mehr ganz so, dass nur eine bestimmte Waffe gegen einen bestimmten Gegner besonders effektiv ist. Das kommt zwar vor, ist aber nicht mehr so lebensentscheidend, was dazu geführt hat, dass ich bestimmte Waffen nur in Ausnahmesituationen verwendet habe.
Das fand ich etwas schade, da war die Varianz im Vorgänger etwas besser. Was ich vermisst habe, sind die sogenannten Glory Kills. Die besonderen Hinrichtungsanimationen haben einem im Vorgänger noch eine kleine Verschnaufpause gegönnt. Jetzt ist es meistens nur ein simpler und eher langweiliger Kick, und besondere Animationen sind nun äußerst selten bzw. kommen nur, wenn man beispielsweise einen betäubten Gegner anspringt. Bei den Levels hat man sich wieder um Abwechslung bemüht, aber leider bleiben die meisten Levels in Braun-, Grau- und Rottönen gehalten, weshalb es meist nicht allzu spannend aussieht. Immerhin sind viele Karten relativ offen und groß und bieten manchmal die Möglichkeit, Ziele in beliebiger Reihenfolge anzugehen, wodurch sie weniger schlauchig werden.
Zwischen den Kämpfen hat man es manchmal mit simplen Rätseln oder kleineren Hindernissen zu tun, aber bei Weitem nicht mit solchen Jump-and-Run-Sequenzen wie in Eternal. Etwas Abwechslung im Gameplay bringen Drachenflugsequenzen und Kämpfe in einem Mech, diese sind zwar nett gemeint, aber spielerisch wirklich nicht besonders, und besonders die Mechkämpfe sind viel zu geradlinig aufgebaut. Natürlich bietet jedes Level auch genug Sammelkram zu entdecken, der überdeutlich auf der Karte angezeigt wird, weshalb das Finden so gut wie nie das Problem ist, sondern nur die Frage, wie man am besten dorthin kommt.
Das ist aber meist auch kein Problem. Leider kann es passieren, dass man, wenn man nicht aufpasst, eine bestimmte Grenze überschreitet und nicht mehr zurückkann, wodurch man Sammelkram verpassen kann, außer man möchte das betreffende Level komplett neu starten.
Etwas ärgerlich, und es hat auch dazu geführt, dass ich nicht jedes Level zu 100 % abgeschlossen habe.
Den Sammelkram braucht man, ähnlich wie bei den Vorgängern, um die eigenen Waffen zu verstärken und neue Funktionen frezuschalten, die einem entscheidende Vorteile bieten können.
Alles in allem aber ziemlicher Standardkram, den man hier erwartet. Die Handlung ist im Spiel ziemlich uninteressant und wieder mal etwas zu ausufernd. Doom scheint mir das falsche Spiel zu sein für irgendwelche Lore, wenn man eigentlich als Slayer nur Dämonen metzeln möchte.
Technisch ist das Spiel mal wieder sehr ordentlich und läuft auch auf meinem etwas in die Jahre gekommenen Rechner flüssig auf 60 FPS mit ein paar Abstrichen – und das ist bei diesem Spiel schon das Wichtigste.
Beim Soundtrack wurde der Komponist ersetzt, und das merkt man ein wenig, aber trotzdem gibt es wieder einen treibenden Metal-Soundtrack, dem jedoch merklich das Besondere fehlt.
Insgesamt also wieder ein gut gelungener Titel, den ich nur empfehlen kann, wenn man schon die Vorgänger mochte.
Der neueste Teil der modernen Doom-Reihe bietet wie gewohnt ein gelungenes Shooter-Erlebnis, verschiebt aber den Fokus im Vergleich zum direkten Vorgänger Eternal ein wenig.
Die große Neuerung ist der Schild, mit dem man eine geringe Anzahl von Attacken abwehren oder eine bestimmte Art von Attacke parieren kann. Das Zeitfenster ist hier aber sehr großzügig gewählt, weshalb es kein großer Fokus ist, sondern nur ein weiteres Werkzeug, das einem zur Verfügung steht, um gegen die Dämonenhorden zu bestehen.
Dadurch geht man die Kämpfe etwas anders an, und im direkten Vergleich ist es damit auch minimal langsamer. Trotzdem ist es wichtig, seine Möglichkeiten zu kennen und immer in Bewegung zu bleiben. Ich habe das Spiel auf „Albtraum“ beendet, und der Schwierigkeitsgrad ist zwar hoch, aber immer gut machbar, wenn man das Gameplay beherrscht.
Das Gameplay ist mal wieder sehr spaßig, wenn man zu den Spielern gehört, die Freude daran haben, in eine Arena voller Gegner geworfen zu werden und zu wissen, wie man welchen Gegner besiegt und welche Waffe für welche Situation am besten geeignet ist. Die verschiedenen Waffen machen größtenteils Spaß, aber jetzt ist es nicht mehr ganz so, dass nur eine bestimmte Waffe gegen einen bestimmten Gegner besonders effektiv ist. Das kommt zwar vor, ist aber nicht mehr so lebensentscheidend, was dazu geführt hat, dass ich bestimmte Waffen nur in Ausnahmesituationen verwendet habe.
Das fand ich etwas schade, da war die Varianz im Vorgänger etwas besser. Was ich vermisst habe, sind die sogenannten Glory Kills. Die besonderen Hinrichtungsanimationen haben einem im Vorgänger noch eine kleine Verschnaufpause gegönnt. Jetzt ist es meistens nur ein simpler und eher langweiliger Kick, und besondere Animationen sind nun äußerst selten bzw. kommen nur, wenn man beispielsweise einen betäubten Gegner anspringt. Bei den Levels hat man sich wieder um Abwechslung bemüht, aber leider bleiben die meisten Levels in Braun-, Grau- und Rottönen gehalten, weshalb es meist nicht allzu spannend aussieht. Immerhin sind viele Karten relativ offen und groß und bieten manchmal die Möglichkeit, Ziele in beliebiger Reihenfolge anzugehen, wodurch sie weniger schlauchig werden.
Zwischen den Kämpfen hat man es manchmal mit simplen Rätseln oder kleineren Hindernissen zu tun, aber bei Weitem nicht mit solchen Jump-and-Run-Sequenzen wie in Eternal. Etwas Abwechslung im Gameplay bringen Drachenflugsequenzen und Kämpfe in einem Mech, diese sind zwar nett gemeint, aber spielerisch wirklich nicht besonders, und besonders die Mechkämpfe sind viel zu geradlinig aufgebaut. Natürlich bietet jedes Level auch genug Sammelkram zu entdecken, der überdeutlich auf der Karte angezeigt wird, weshalb das Finden so gut wie nie das Problem ist, sondern nur die Frage, wie man am besten dorthin kommt.
Das ist aber meist auch kein Problem. Leider kann es passieren, dass man, wenn man nicht aufpasst, eine bestimmte Grenze überschreitet und nicht mehr zurückkann, wodurch man Sammelkram verpassen kann, außer man möchte das betreffende Level komplett neu starten.
Etwas ärgerlich, und es hat auch dazu geführt, dass ich nicht jedes Level zu 100 % abgeschlossen habe.
Den Sammelkram braucht man, ähnlich wie bei den Vorgängern, um die eigenen Waffen zu verstärken und neue Funktionen frezuschalten, die einem entscheidende Vorteile bieten können.
Alles in allem aber ziemlicher Standardkram, den man hier erwartet. Die Handlung ist im Spiel ziemlich uninteressant und wieder mal etwas zu ausufernd. Doom scheint mir das falsche Spiel zu sein für irgendwelche Lore, wenn man eigentlich als Slayer nur Dämonen metzeln möchte.
Technisch ist das Spiel mal wieder sehr ordentlich und läuft auch auf meinem etwas in die Jahre gekommenen Rechner flüssig auf 60 FPS mit ein paar Abstrichen – und das ist bei diesem Spiel schon das Wichtigste.
Beim Soundtrack wurde der Komponist ersetzt, und das merkt man ein wenig, aber trotzdem gibt es wieder einen treibenden Metal-Soundtrack, dem jedoch merklich das Besondere fehlt.
Insgesamt also wieder ein gut gelungener Titel, den ich nur empfehlen kann, wenn man schon die Vorgänger mochte.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Star Wars Outlaws - 7/10
Nachdem ich letzte Woche schon einen langen Text schrieb, dann falsch klickte und ihn wieder löschte, gibt es nun eine Pro-/Con-Aufzählung des Spiels, das ich schon vor ca 1,5 Wochen beendete:
Pro:
- geerdete, aber ordentliche Story im SW-Universum, die bis auf wenige Ausnahmen ohne großes Namedropping auskommt
- wie immer süßer Begleiter, dieses Mal in Form von Nix
- für SW-Fans gerade auf Tattooine einiges zu entdecken
- beim Schwierigkeitsgrad ist für alle was dabei
- Gute Sprecher:innen
- Gute Grafik, aber...
- Tolle Weltraumeinsätze und -kämpfe
Con:
- in manchen Cutscenes deutlich besser als im Spiel. Dachte, das macht selbst Ubisoft nicht mehr.
- Sidequests ("Intel") total belanglos
- nicht die spannendste Ubisoft-Open-World
- DLCs hätten auch einfach Sidequests im Spiel werden können
Insgesamt kann man das Spiel allen "Star Wars"-Fans und Menschen, die auf Games wie "Assassin's Creed" stehen (Ubiformel halt) empfehlen.
Nachdem ich letzte Woche schon einen langen Text schrieb, dann falsch klickte und ihn wieder löschte, gibt es nun eine Pro-/Con-Aufzählung des Spiels, das ich schon vor ca 1,5 Wochen beendete:
Pro:
- geerdete, aber ordentliche Story im SW-Universum, die bis auf wenige Ausnahmen ohne großes Namedropping auskommt
- wie immer süßer Begleiter, dieses Mal in Form von Nix
- für SW-Fans gerade auf Tattooine einiges zu entdecken
- beim Schwierigkeitsgrad ist für alle was dabei
- Gute Sprecher:innen
- Gute Grafik, aber...
- Tolle Weltraumeinsätze und -kämpfe
Con:
- in manchen Cutscenes deutlich besser als im Spiel. Dachte, das macht selbst Ubisoft nicht mehr.
- Sidequests ("Intel") total belanglos
- nicht die spannendste Ubisoft-Open-World
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Star Ocean: The Divine Force - 7/10
Habe lange überlegt, ob ich das Spiel wegen eines miesen Bossfights, auf Grund dessen ich es fast abgebrochen hätte, runterstufe, aber letzten Endes habe ich es geschafft und als der Boss dann später nochmal auftaucht, habe ich nicht in den Controller gebissen, sondern es nochmal geschafft und sogar mit weniger Frust als bei der ersten Begegnung.
Ansonsten ist der neueste Teil der "Star Ocean"-Serie der erste, den ich gespielt habe. Das macht nix, ist wie bei "Final Fantasy", die Teile hängen nicht zusammen. Spielerisch ist es ein Action-JRPG. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt und sind sehr hektisch, aber bis auf wenige Ausnahmen gut zu bewältigen – jedenfalls auf dem leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade.
Das Levelsystem und Kampfsystem finde ich etwas unübersichtlich, aber ich habe schnell eine Feelgood-Kombo gefunden, mit der ich gut arbeiten kann und das Blindside-System, mit dem man schnell viel Schaden machen kann, ist befriedigend. Eine Art Ultimate-Attacke, die man aufladen muss, gibt es auch.
Grafik ist das Spiel trotz Release 2022 auf PS5 eher ein besseres PS3-Spiel, aber die Sprecher sind gut und die Story ist mal nicht so krass verquast, dass man ihr gut folgen kann, auch wenn sie nicht der emotionale Überhit ist. Dafür finde ich die Verschmelzung von Mittelalter und SciFi gut.
Wer klassische JRPGs mag, kann die 30-35 Stunden gerne mal investieren. Höhere Schwierigkeitsgrade empfehle ich aber nur Masochisten. Ich habe die Story aus Rays Sicht gespielt, man kann auch den anderen Main Protagonisten Laeticia wählen, aber darauf habe ich jetzt erstmal keine Lust, da laut Google 90% eh deckungsgleich sind.
Habe lange überlegt, ob ich das Spiel wegen eines miesen Bossfights, auf Grund dessen ich es fast abgebrochen hätte, runterstufe, aber letzten Endes habe ich es geschafft und als der Boss dann später nochmal auftaucht, habe ich nicht in den Controller gebissen, sondern es nochmal geschafft und sogar mit weniger Frust als bei der ersten Begegnung.
Ansonsten ist der neueste Teil der "Star Ocean"-Serie der erste, den ich gespielt habe. Das macht nix, ist wie bei "Final Fantasy", die Teile hängen nicht zusammen. Spielerisch ist es ein Action-JRPG. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt und sind sehr hektisch, aber bis auf wenige Ausnahmen gut zu bewältigen – jedenfalls auf dem leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade.
Das Levelsystem und Kampfsystem finde ich etwas unübersichtlich, aber ich habe schnell eine Feelgood-Kombo gefunden, mit der ich gut arbeiten kann und das Blindside-System, mit dem man schnell viel Schaden machen kann, ist befriedigend. Eine Art Ultimate-Attacke, die man aufladen muss, gibt es auch.
Grafik ist das Spiel trotz Release 2022 auf PS5 eher ein besseres PS3-Spiel, aber die Sprecher sind gut und die Story ist mal nicht so krass verquast, dass man ihr gut folgen kann, auch wenn sie nicht der emotionale Überhit ist. Dafür finde ich die Verschmelzung von Mittelalter und SciFi gut.
Wer klassische JRPGs mag, kann die 30-35 Stunden gerne mal investieren. Höhere Schwierigkeitsgrade empfehle ich aber nur Masochisten. Ich habe die Story aus Rays Sicht gespielt, man kann auch den anderen Main Protagonisten Laeticia wählen, aber darauf habe ich jetzt erstmal keine Lust, da laut Google 90% eh deckungsgleich sind.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Vor zwei Wochen oder so habe ich South of Midnight beendet.
Und ich muss sagen, es hat mir unglaublich gut gefallen. Ja, die Kämpfe sind eher monoton, und haben wenig Gegnervielfalt, aber sie sind auch nicht der Hauptbestandteil des Spiels. Stattdessen kann South of Midnight durch liebenswerte Charaktere, ein fantastisches Setting mit einer schön gestalteten Welt und großartige Musik überzeugen.
Vom Gameplay her hat mich South of Midnight stark an Kena: Bridge of Spirits erinnert: Ihr spielt eine junge Frau, springt und lauft durch eine weitgehend lineare Welt und kommt regelmäßig in Kampfarenen, in denen ihre alle Gegner besiegen müsst, ehe es weitergeht. Manchmal müsst ihr kleinere Rätsel lösen und am Ende steht meistens ein Bosskampf an. Ihr spielt Hazel. Irgendwo tief in den Sümpfen der Südstaaten wird das Haus von euch und eurer Mutter weggespült, während eure Mutter noch drin ist. Also macht sich Hazel auf den Weg, um sie zu finden. Dabei stellt sich heraus, dass Hazel eine Weaverin ist, eine Person, die Magie nutzen kann, im Grunde, um die Traurigkeit und Verzweiflung aus der Welt zu schaffen. Während der Geschichte trefft ihr auf diverse skurrile Charaktere, wobei Hazel all das annimmt, als wäre es das natürlichste auf der Welt. Hazel selbst ist erfrischend und ein unglaublich angenehmer Charakter - gleich doppelt im Vergleich zu der eher profillosen Kena. Für das Spiel wurden mehrere passende Songs inklusive Gesang komponiert, die an den entsprechenden Stellen laufen und einfach eine tolle Atmosphäre schaffen und so erkundet ihr die Südstaaten voller Mysterien und viel neuen Eindrücken.
Mir hat South of Midnight wahnsinnig Spaß gemacht und ich habe die 15 Stunden, die ich gebraucht habe um das Spiel zu beenden wirklich genossen. Unter Linux lief das Spiel perfekt und ohne weitere Probleme, so wie es sein soll
Außerdem habe ich im Anschluss noch Duck Detective: The Secret Salami durchgespielt.
Duck Detective ist im Grunde in Point & Click Spiel, das dadurch lustig wird, dass ihr eine Film Noir Detektiv spielt, der aber eine Ente ist. Das Spiel ist nicht schwierig, oder lang, aber es hat Charme und hat mich gut unterhalten für die kurze Zeit
Viel kann ich dazu tatsächlich nicht sagen. Auch Duck Detective hat unter Linux keinerlei Probleme gemacht 
Und ich muss sagen, es hat mir unglaublich gut gefallen. Ja, die Kämpfe sind eher monoton, und haben wenig Gegnervielfalt, aber sie sind auch nicht der Hauptbestandteil des Spiels. Stattdessen kann South of Midnight durch liebenswerte Charaktere, ein fantastisches Setting mit einer schön gestalteten Welt und großartige Musik überzeugen.
Vom Gameplay her hat mich South of Midnight stark an Kena: Bridge of Spirits erinnert: Ihr spielt eine junge Frau, springt und lauft durch eine weitgehend lineare Welt und kommt regelmäßig in Kampfarenen, in denen ihre alle Gegner besiegen müsst, ehe es weitergeht. Manchmal müsst ihr kleinere Rätsel lösen und am Ende steht meistens ein Bosskampf an. Ihr spielt Hazel. Irgendwo tief in den Sümpfen der Südstaaten wird das Haus von euch und eurer Mutter weggespült, während eure Mutter noch drin ist. Also macht sich Hazel auf den Weg, um sie zu finden. Dabei stellt sich heraus, dass Hazel eine Weaverin ist, eine Person, die Magie nutzen kann, im Grunde, um die Traurigkeit und Verzweiflung aus der Welt zu schaffen. Während der Geschichte trefft ihr auf diverse skurrile Charaktere, wobei Hazel all das annimmt, als wäre es das natürlichste auf der Welt. Hazel selbst ist erfrischend und ein unglaublich angenehmer Charakter - gleich doppelt im Vergleich zu der eher profillosen Kena. Für das Spiel wurden mehrere passende Songs inklusive Gesang komponiert, die an den entsprechenden Stellen laufen und einfach eine tolle Atmosphäre schaffen und so erkundet ihr die Südstaaten voller Mysterien und viel neuen Eindrücken.
Mir hat South of Midnight wahnsinnig Spaß gemacht und ich habe die 15 Stunden, die ich gebraucht habe um das Spiel zu beenden wirklich genossen. Unter Linux lief das Spiel perfekt und ohne weitere Probleme, so wie es sein soll
Außerdem habe ich im Anschluss noch Duck Detective: The Secret Salami durchgespielt.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Digimon Story: Cyber Sleuth - 7/10
Ich bin ja großer Digimon-Fan, aber ich habe noch nie ein Digimon-Spiel gespielt. Das liegt vor allem daran, dass seit "Digimon World" für die PSOne zwar einige Titel erschienen, aber wenige mit guter Story oder Gameplay punkten konnte (und besagtes "Digimon World" konnte ich mangels einer PSOne nie spielen und ist mir jetzt zu altbacken). Ich habe mich daher während meines aktuellen Serien-Reruns mal informiert, ob es mittlerweile gute Spiele gibt und mir die beiden "Cyber Sleuth"-Teile gekauft. Eigentlich wollte ich die am Stück durchspielen, aber der erste schlägt schon mit weit über 40 Stunden zu Buche, sodass ich aufgrund des ähnlichen Gameplays den zweiten Teil auf den nächsten Urlaub vertagt habe, da ich sie für die Switch habe und diese hauptsächlich im Urlaub nutze.
Zum Spiel: Es spielt sich ähnlich wie die Pokémon-Teile. Es gibt ein rundenbasiertes Kampfsystem und man kann Digimon seinem Team hinzufügen, wenn man oft genug gegen eins gekämpft hat. Durch geschickte Digitation und De-Digitation steigert man die Werte seiner digitalen Monster (es kämpfen immer 3 gleichzeitig und man kann 11 dabei haben). Man läuft in eng gesteckten Arealen der echten Welt und einem Cyberspace namens "Eden" hin- und her. Einen Ausflug in die Digiwelt gibt es nur ganz kurz, wer also eine Handlung á la "Digimon Adventure" erhofft, liegt falsch.
Stattdessen geht es um Hacker, Digimon, die in die reale Welt überschwappen und ein außer Kontrolle geratenes Programm. Es erinnert alles ein wenig an "Digimon Tamers". Die Charaktere sind recht stereotyp, aber ok bis gut geschrieben (nur die weiblichen Outfits sind alle grenzwertig Jailbait
). Das Gameplay ist einfach, aber in Ordnung.
Wer die Serie mag und schon immer mal ein Digimon-Game zocken wollte, der macht hier nix falsch. Sprachausgabe ist nur japanisch, aber es gibt deutsche und englische Untertitel.
Ich bin ja großer Digimon-Fan, aber ich habe noch nie ein Digimon-Spiel gespielt. Das liegt vor allem daran, dass seit "Digimon World" für die PSOne zwar einige Titel erschienen, aber wenige mit guter Story oder Gameplay punkten konnte (und besagtes "Digimon World" konnte ich mangels einer PSOne nie spielen und ist mir jetzt zu altbacken). Ich habe mich daher während meines aktuellen Serien-Reruns mal informiert, ob es mittlerweile gute Spiele gibt und mir die beiden "Cyber Sleuth"-Teile gekauft. Eigentlich wollte ich die am Stück durchspielen, aber der erste schlägt schon mit weit über 40 Stunden zu Buche, sodass ich aufgrund des ähnlichen Gameplays den zweiten Teil auf den nächsten Urlaub vertagt habe, da ich sie für die Switch habe und diese hauptsächlich im Urlaub nutze.
Zum Spiel: Es spielt sich ähnlich wie die Pokémon-Teile. Es gibt ein rundenbasiertes Kampfsystem und man kann Digimon seinem Team hinzufügen, wenn man oft genug gegen eins gekämpft hat. Durch geschickte Digitation und De-Digitation steigert man die Werte seiner digitalen Monster (es kämpfen immer 3 gleichzeitig und man kann 11 dabei haben). Man läuft in eng gesteckten Arealen der echten Welt und einem Cyberspace namens "Eden" hin- und her. Einen Ausflug in die Digiwelt gibt es nur ganz kurz, wer also eine Handlung á la "Digimon Adventure" erhofft, liegt falsch.
Stattdessen geht es um Hacker, Digimon, die in die reale Welt überschwappen und ein außer Kontrolle geratenes Programm. Es erinnert alles ein wenig an "Digimon Tamers". Die Charaktere sind recht stereotyp, aber ok bis gut geschrieben (nur die weiblichen Outfits sind alle grenzwertig Jailbait
Wer die Serie mag und schon immer mal ein Digimon-Game zocken wollte, der macht hier nix falsch. Sprachausgabe ist nur japanisch, aber es gibt deutsche und englische Untertitel.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Bayonetta 2 - 7/10
Ein bisschen Zeit hatte ich dann noch und habe schnell "Bayonetta 2" durchgespielt. Das Spiel spielt sich wie sein Vorgänger und ist im Prinzip ein langer Bosskampf. Story ist Nebensache, denn man ist viel zu sehr damit beschäftigt, sich durch Monsterhorden und vor allem einen (Mini)-Boss nach dem anderen zu metzeln. Dabei kann Bayonetta auf drölfzig Moves zurückgreifen und sich noch weitere im Shop kaufen. Kosmetische Outfits und ein paar neue Waffen gibt es obendrein.
Ich muss zugeben, dass ich den ersten Teil etwas ausgeglichener fand, denn hier verkommen die Level vollends zum Prügelbeiwerk und man bekommt auch noch eine schlechtere "Note" am Levelende, wenn man sich Zeit nimmt, die Kisten und Collectibles zu finden. Vielleicht ist dieses Game für den mobilen Zock aber auch nicht so ganz geeignet, gerade die Fights kommen auf dem großen Screen bestimmt besser.
Ein bisschen Zeit hatte ich dann noch und habe schnell "Bayonetta 2" durchgespielt. Das Spiel spielt sich wie sein Vorgänger und ist im Prinzip ein langer Bosskampf. Story ist Nebensache, denn man ist viel zu sehr damit beschäftigt, sich durch Monsterhorden und vor allem einen (Mini)-Boss nach dem anderen zu metzeln. Dabei kann Bayonetta auf drölfzig Moves zurückgreifen und sich noch weitere im Shop kaufen. Kosmetische Outfits und ein paar neue Waffen gibt es obendrein.
Ich muss zugeben, dass ich den ersten Teil etwas ausgeglichener fand, denn hier verkommen die Level vollends zum Prügelbeiwerk und man bekommt auch noch eine schlechtere "Note" am Levelende, wenn man sich Zeit nimmt, die Kisten und Collectibles zu finden. Vielleicht ist dieses Game für den mobilen Zock aber auch nicht so ganz geeignet, gerade die Fights kommen auf dem großen Screen bestimmt besser.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Rage 2 - 7,5/10
inklusive "Rise of the Ghosts"-DLC.
Ich konnte mich zwar nur noch sehr vage an den vor Ewigkeiten durchgespielten ersten Teil erinnern, aber wollte Nummer 2 endlich mal eine Chance geben.
Das Ding spielt sich ähnlich "Borderlands" und orientiert sich in seinen Charakteren stark am "Mad Max"-Universum. Die Story ist recht simpel, die aus dem ersten Teil bekannte Authority macht deinen Stützpunkt samt Mentor platt und du willst nun die Authority samt angeblich untötbarem Oberbösewicht umlegen. Dafür brauchst du drei Helfer und denen musst du wiederrum helfen. Ist ein solides Gerüst für eine abwechslungsreiche Open-World-Ballerei mit tüchtig Loot, Laune machenden Fragezeichen auf der Map und netter Grafik für 2019.
Die PS4-Version (emuliert auf PS5) steuert sich flüssig und passt soweit. Sprachausgabe ist ok, Schwierigkeit auch ok (anpassbar) und die Waffen haben ordentlich Wumms. Insgesamt für Shooterfans eine Empfehlung, wenn man keine Hollywoodstory braucht.
inklusive "Rise of the Ghosts"-DLC.
Ich konnte mich zwar nur noch sehr vage an den vor Ewigkeiten durchgespielten ersten Teil erinnern, aber wollte Nummer 2 endlich mal eine Chance geben.
Das Ding spielt sich ähnlich "Borderlands" und orientiert sich in seinen Charakteren stark am "Mad Max"-Universum. Die Story ist recht simpel, die aus dem ersten Teil bekannte Authority macht deinen Stützpunkt samt Mentor platt und du willst nun die Authority samt angeblich untötbarem Oberbösewicht umlegen. Dafür brauchst du drei Helfer und denen musst du wiederrum helfen. Ist ein solides Gerüst für eine abwechslungsreiche Open-World-Ballerei mit tüchtig Loot, Laune machenden Fragezeichen auf der Map und netter Grafik für 2019.
Die PS4-Version (emuliert auf PS5) steuert sich flüssig und passt soweit. Sprachausgabe ist ok, Schwierigkeit auch ok (anpassbar) und die Waffen haben ordentlich Wumms. Insgesamt für Shooterfans eine Empfehlung, wenn man keine Hollywoodstory braucht.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Ratchet & Clank: A Crack in Time - 8/10
Gefiel mir bisher von allen Teilen der Serie am besten. Man hat das Spielprinzip beibehalten und nur den Wechsel zwischen Ratchet- und Clank-Passagen ausgebaut. Die Story ist wunderbar skurril und auf einem Niveau mit ähnlichen Spielen wie "Psychonauts" oder dem, was ich bisher von der "Jak & Daxter"-Serie gesehen habe.
Im Kern ist es ein Action-Adventure mit hohem Jump-'n'-Run-Anteil, das mit irren Waffen (und Motivation, diese zu leveln) aufwartet. Ein paar Nebenmissionen gibt es auch, aber die sind nicht der Rede wert. Hier merkt man, dass das Genre von Semi-Open-World-Spielen, wie wir sie heute kennen, noch in den Kinderschuhen steckte. Ich habe nicht wirklich was davon erledigt, aber die Tournaments mitgenommen, denn da gab es coole Belohnung, unter anderem einen Raketenwerfer. Außerdem hat es Spaß gemacht.
Es gibt drei Schwierigkeitsgrade (auch ein Novum für die Serie glaub ich) und die Steuerung war auch etwas besser, das kann aber auch daran liegen, dass ich endlich wieder einen originalen Dualshock 3 habe.
Insgesamt kann ich die komplette Reihe, aber auch das Spiel an sich empfehlen. Wollte eigentlich nur einen Teil spielen, aber mache jetzt mit dem nächsten weiter und schaue, wann ich keine Lust mehr habe.
Gefiel mir bisher von allen Teilen der Serie am besten. Man hat das Spielprinzip beibehalten und nur den Wechsel zwischen Ratchet- und Clank-Passagen ausgebaut. Die Story ist wunderbar skurril und auf einem Niveau mit ähnlichen Spielen wie "Psychonauts" oder dem, was ich bisher von der "Jak & Daxter"-Serie gesehen habe.
Im Kern ist es ein Action-Adventure mit hohem Jump-'n'-Run-Anteil, das mit irren Waffen (und Motivation, diese zu leveln) aufwartet. Ein paar Nebenmissionen gibt es auch, aber die sind nicht der Rede wert. Hier merkt man, dass das Genre von Semi-Open-World-Spielen, wie wir sie heute kennen, noch in den Kinderschuhen steckte. Ich habe nicht wirklich was davon erledigt, aber die Tournaments mitgenommen, denn da gab es coole Belohnung, unter anderem einen Raketenwerfer. Außerdem hat es Spaß gemacht.
Es gibt drei Schwierigkeitsgrade (auch ein Novum für die Serie glaub ich) und die Steuerung war auch etwas besser, das kann aber auch daran liegen, dass ich endlich wieder einen originalen Dualshock 3 habe.
Insgesamt kann ich die komplette Reihe, aber auch das Spiel an sich empfehlen. Wollte eigentlich nur einen Teil spielen, aber mache jetzt mit dem nächsten weiter und schaue, wann ich keine Lust mehr habe.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Ratchet & Clank: All 4 One - 6,5/10
Mit dem ersten Koop-Abenteuer folgte ein leichter Dämpfer der sonst guten bis sehr guten Reihe. Das Spiel ist für vier Spieler ausgelegt, aber ab zwei Spielern ergibt es Sinn. Man kann als Ratchet, Clank, Qwark oder Dr. Nefarious spielen. Ich habe Ratchet genommen, weil ich ihn gewohnt bin. Bis auf die Optik scheinen sich die Figuren aber kaum zu unterscheiden. Wenn man alleine als Ratchet spielt, übernimmt Clank eine KI. Positiv anzumerken ist: In 80-90% der Fälle funktioniert diese sehr gut, sodass Duo-Aufgaben keine Qual werden.
Leider hat das Spiel aber auch einige Rückschritte gemacht: Die Waffen können nicht mehr durch Nutzung aufgelevelt werden, sondern man muss Updates mit Bolts kaufen. Die Kameraperspektive ist statisch, was teils zu verwirrenden Positionen sorgt und nervt. Das Levelsystem fühlt sich weniger organisch an, da sich Abschnitt an Abschnitt reiht. Die Story ist schwächer als in "A Crack in Time", auch wenn die Videosequenzen wieder einige Lacher beinhalten. Der letzte Bossfight ist zu sehr Bullet Sponge.
Trotzdem wird das Spiel Fans der Reihe Spaß machen, doch es scheint, als sei sein Vorgänger der (vorläufige?) Zenit der Reihe gewesen. Zudem muss man, wenn man die Story zu zweit bis viert genießen will, ja auch erstmal jemanden finden, der all die anderen Teile ebenfalls gespielt hat, denn diese haben keinen Koop-Modus.
Mit dem ersten Koop-Abenteuer folgte ein leichter Dämpfer der sonst guten bis sehr guten Reihe. Das Spiel ist für vier Spieler ausgelegt, aber ab zwei Spielern ergibt es Sinn. Man kann als Ratchet, Clank, Qwark oder Dr. Nefarious spielen. Ich habe Ratchet genommen, weil ich ihn gewohnt bin. Bis auf die Optik scheinen sich die Figuren aber kaum zu unterscheiden. Wenn man alleine als Ratchet spielt, übernimmt Clank eine KI. Positiv anzumerken ist: In 80-90% der Fälle funktioniert diese sehr gut, sodass Duo-Aufgaben keine Qual werden.
Leider hat das Spiel aber auch einige Rückschritte gemacht: Die Waffen können nicht mehr durch Nutzung aufgelevelt werden, sondern man muss Updates mit Bolts kaufen. Die Kameraperspektive ist statisch, was teils zu verwirrenden Positionen sorgt und nervt. Das Levelsystem fühlt sich weniger organisch an, da sich Abschnitt an Abschnitt reiht. Die Story ist schwächer als in "A Crack in Time", auch wenn die Videosequenzen wieder einige Lacher beinhalten. Der letzte Bossfight ist zu sehr Bullet Sponge.
Trotzdem wird das Spiel Fans der Reihe Spaß machen, doch es scheint, als sei sein Vorgänger der (vorläufige?) Zenit der Reihe gewesen. Zudem muss man, wenn man die Story zu zweit bis viert genießen will, ja auch erstmal jemanden finden, der all die anderen Teile ebenfalls gespielt hat, denn diese haben keinen Koop-Modus.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Ratchet & Clank: Q-Force - 6/10
Der zweite Mini-Teil nach "Quest for Booty", nur, dass dieser - ähnlich wie "All 4 One" - ein neues Spielprinzip mit sich bringt. Die gerade mal fünf Missionen bieten drei Level, die sich abseits der Optik komplett gleichen. Man hat eine Base, die man Tower-Defense-Like verteidigen muss. Mit Bolts kauft man Verteidigungsmechanismen wie Barrieren, Minen und Turrets. Währenddessen muss man Knotenpunkte befreien und anschließend ein Sicherheitssystem wieder hochfahren. Viele der Punkte erfordern ein gewisses Durchhalten gegen irrsinnige Gegnerwellen. In Level 4 bleibt die Basisverteidigung die gleiche, anstelle der Befreiung eines Knotenpunktes muss man nun einen zerstören und der fünfte Level ist der finale Bosskampf. Waffen schaltet man durch bestimmte Maschinen frei, genau wie die Slingshot. Am Ende des Levels wird man bewertet, je nach dem wie schnell man war, wie viel von der Base noch steht usw., wodurch man kleine Perks dazubekommt.
Insgesamt ganz nett, kann man bestimmt auch gut im Local Koop spielen, aber bleibt sowohl story- als auch spieltechnisch hinter den normalen Teilen zurück. Zudem hat es - genau wie "All 4 One" des öfteren krasse FPS-Crashes.
Der zweite Mini-Teil nach "Quest for Booty", nur, dass dieser - ähnlich wie "All 4 One" - ein neues Spielprinzip mit sich bringt. Die gerade mal fünf Missionen bieten drei Level, die sich abseits der Optik komplett gleichen. Man hat eine Base, die man Tower-Defense-Like verteidigen muss. Mit Bolts kauft man Verteidigungsmechanismen wie Barrieren, Minen und Turrets. Währenddessen muss man Knotenpunkte befreien und anschließend ein Sicherheitssystem wieder hochfahren. Viele der Punkte erfordern ein gewisses Durchhalten gegen irrsinnige Gegnerwellen. In Level 4 bleibt die Basisverteidigung die gleiche, anstelle der Befreiung eines Knotenpunktes muss man nun einen zerstören und der fünfte Level ist der finale Bosskampf. Waffen schaltet man durch bestimmte Maschinen frei, genau wie die Slingshot. Am Ende des Levels wird man bewertet, je nach dem wie schnell man war, wie viel von der Base noch steht usw., wodurch man kleine Perks dazubekommt.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Old Skies
Ein klassisches Point-and-Click-Adventure mit einer interessanten Prämisse: Man spielt gewissermaßen eine Reiseführerin für Zeitreisen. In der Zukunft wurden Zeitreisen nicht nur reguliert, sondern auch kommerzialisiert was bedeutet, dass man, sofern man das nötige Kleingeld hat, vergangene Zeiten nicht nur besuchen, sondern auch persönliche Korrekturen an der Zeitlinie vornehmen kann. Natürlich nur unter strengen Auflagen und nichts allzu Weltbewegendes.
Das ist schon mal ein spannendes Setting, und in den sechs Kapiteln spielt das Spiel ganz gut mit den verschiedenen Implikationen, die ein solches Szenario mit sich bringt. Diese Kapitel hängen nur lose zusammen und erzählen jeweils ihre eigene Geschichte. Als übergeordnete Handlung steht eher die Entwicklung der Hauptfigur im Fokus und die Frage, welche Auswirkungen es hat, wenn sich jobbedingt ständig alles um einen herum verändert. Das hat mir sehr gut gefallen, und die Handlung ist definitiv die größte Stärke des Spiels.
Die Rätsel sind eher auf der simplen Seite, größtenteils logisch aufgebaut, und alles, was man zum Lösen braucht, liegt meist nahe beieinander. Wer Erfahrung im Genre hat, kommt problemlos durch.
Was mir deutlich weniger gefallen hat, ist die optische Präsentation. Es wirkt, als wären alle Grafiken ursprünglich gepixelt und später mit diversen Filtern geglättet worden dadurch geht viel Charme verloren. Auch die Animationen sind nicht besonders gelungen, da sich jede Figur auf exakt dieselbe Weise bewegt oder gestikuliert.
Die restliche Präsentation, die musikalische Untermalung und die guten englischen Sprecher – ist aber in Ordnung.
Insgesamt also ein solides Adventure, das ich Genrefreunden durchaus empfehlen kann besonders, wenn man eine Schwäche für Zeitreisen-Storys hat.
Ein klassisches Point-and-Click-Adventure mit einer interessanten Prämisse: Man spielt gewissermaßen eine Reiseführerin für Zeitreisen. In der Zukunft wurden Zeitreisen nicht nur reguliert, sondern auch kommerzialisiert was bedeutet, dass man, sofern man das nötige Kleingeld hat, vergangene Zeiten nicht nur besuchen, sondern auch persönliche Korrekturen an der Zeitlinie vornehmen kann. Natürlich nur unter strengen Auflagen und nichts allzu Weltbewegendes.
Das ist schon mal ein spannendes Setting, und in den sechs Kapiteln spielt das Spiel ganz gut mit den verschiedenen Implikationen, die ein solches Szenario mit sich bringt. Diese Kapitel hängen nur lose zusammen und erzählen jeweils ihre eigene Geschichte. Als übergeordnete Handlung steht eher die Entwicklung der Hauptfigur im Fokus und die Frage, welche Auswirkungen es hat, wenn sich jobbedingt ständig alles um einen herum verändert. Das hat mir sehr gut gefallen, und die Handlung ist definitiv die größte Stärke des Spiels.
Die Rätsel sind eher auf der simplen Seite, größtenteils logisch aufgebaut, und alles, was man zum Lösen braucht, liegt meist nahe beieinander. Wer Erfahrung im Genre hat, kommt problemlos durch.
Was mir deutlich weniger gefallen hat, ist die optische Präsentation. Es wirkt, als wären alle Grafiken ursprünglich gepixelt und später mit diversen Filtern geglättet worden dadurch geht viel Charme verloren. Auch die Animationen sind nicht besonders gelungen, da sich jede Figur auf exakt dieselbe Weise bewegt oder gestikuliert.
Die restliche Präsentation, die musikalische Untermalung und die guten englischen Sprecher – ist aber in Ordnung.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Ratchet & Clank: Nexus - 8/10
"Nexus" ist der letzte Teil der PS3-'Ära von "Ratchet & Clank" und abgesehen vom Remake des 1. Teils von 2016 das letzte Spiel der Reihe bis 2021 "Rift Apart" erschien. Zum Glück haben Insomniac Games sich wieder auf ihre Tugenden besonnen und ein Spiel erschaffen, das mit "A Crack In Time" mithalten kann und außer einer dürftigen Spielzeit wenig Kritikpunkte bietet. Die Spielabschnitte als Ratchet sind altbekannt und machen immer noch einen Heidenspaß, insbesondere wenn man einen Jetpack zur Verfügung hat. Wenn man als Clank in der anderen Dimension spielt und mit Gravitation herumalbern kann, muss man die grauen Zellen ein wenig anstrengen, was Abwechslung bietet.
Insgesamt sorgen subtile Neuerungen für ein gutes Spielerlebnis. Die Story ist wie immer Popcornkino, macht aber total Spaß zu verfolgen. Es war wie gesagt nur recht flott vorbei.
"Nexus" ist der letzte Teil der PS3-'Ära von "Ratchet & Clank" und abgesehen vom Remake des 1. Teils von 2016 das letzte Spiel der Reihe bis 2021 "Rift Apart" erschien. Zum Glück haben Insomniac Games sich wieder auf ihre Tugenden besonnen und ein Spiel erschaffen, das mit "A Crack In Time" mithalten kann und außer einer dürftigen Spielzeit wenig Kritikpunkte bietet. Die Spielabschnitte als Ratchet sind altbekannt und machen immer noch einen Heidenspaß, insbesondere wenn man einen Jetpack zur Verfügung hat. Wenn man als Clank in der anderen Dimension spielt und mit Gravitation herumalbern kann, muss man die grauen Zellen ein wenig anstrengen, was Abwechslung bietet.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Ratchet & Clank (2016) - 9/10
Das PS4-Abenteuer der Serie ist ein Remake des ersten Teils mit leicht veränderter Story, die auf dem Film basiert, der ebenfalls 2016 herauskam und dessen Blu-Ray ich mir erstmal bestellt habe.
Der aus den Spielen bekannte Captain Qwark erzählt den Film nach, was zu lustigen Momenten und Kommentaren führt.
Das Spiel führt einen auf bekannte, aber auch auf neue und zusammengelegte Planeten, sodass es durchaus anders ist als sein Original von 2002. Zudem ist die Grafik natürlich massiv besser und viele Quality-of-Life-Improvements der späteren Spiele wurden hier übernommen und neue Waffen eingeführt. Dadurch lohnt es sich, beide Spiele gespielt zu haben.
Das Spiel profitiert von der PS4-Hardware, läuft butterweich mit ordentlich FPS, ungenaue Sprünge und ähnliche Frustmomente gehören komplett der Vergangenheit an und insgesamt lässt sich dieses Spiel einfach super smooth spielen, glänzt mit coolen, witzigen Dialogen und einer erinnerungswürdigen Geschichte. Mir ist beim Zocken aufgefallen, dass mir aus diesem Teil am meisten in Erinnerung geblieben ist. Könnte daran liegen, dass ich damals ewig versucht habe, an den RYNO zu kommen, um den Endboss zu killen.
Den habe ich hier auch freigeschaltet, einfach just for fun. War auch nicht schwer, da man später eine Map bekommt, mit der man die Secrets gezielt suchen kann. SO muss das sein.
Ich installiere jetzt "Rift Apart", denn ich habe nach diesem starken und m.M.n. besten Teil der Serie Bock auf den aktuellen Teil.
Das PS4-Abenteuer der Serie ist ein Remake des ersten Teils mit leicht veränderter Story, die auf dem Film basiert, der ebenfalls 2016 herauskam und dessen Blu-Ray ich mir erstmal bestellt habe.
Das Spiel führt einen auf bekannte, aber auch auf neue und zusammengelegte Planeten, sodass es durchaus anders ist als sein Original von 2002. Zudem ist die Grafik natürlich massiv besser und viele Quality-of-Life-Improvements der späteren Spiele wurden hier übernommen und neue Waffen eingeführt. Dadurch lohnt es sich, beide Spiele gespielt zu haben.
Das Spiel profitiert von der PS4-Hardware, läuft butterweich mit ordentlich FPS, ungenaue Sprünge und ähnliche Frustmomente gehören komplett der Vergangenheit an und insgesamt lässt sich dieses Spiel einfach super smooth spielen, glänzt mit coolen, witzigen Dialogen und einer erinnerungswürdigen Geschichte. Mir ist beim Zocken aufgefallen, dass mir aus diesem Teil am meisten in Erinnerung geblieben ist. Könnte daran liegen, dass ich damals ewig versucht habe, an den RYNO zu kommen, um den Endboss zu killen.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Ratchet & Clank: Rift apart - 9,5/10
Der Sprung der beiden Helden auf die PS5 wurde mit Bravour gemeistert. Der Anfang spielt sich zwar etwas zäh, weil die Waffen zu Beginn etwas wenig Punch haben, aber das ändert sich schnell und dann ist das Spiel ein glorreiches Action-Adventure. Die neue Heldin Rivet ist cool, ebenso ihr Sidekick und die Story macht ebenfalls viel Spaß. Es wurde etwas mehr Drama eingebaut, sodass es moderner wirkt, aber im Kern ist es Ratchet & Clank! Die Spielmechaniken wurden erweitert und die Möglichkeiten der PS5 sehr gut ausgenutzt. Die Grafik ist ein Augenschmaus und auf der PS5 Pro spielt sich das Spiel butterweich und absolut flüssig. Der Schwierigkeitsgrad ist anpassbar und sehr gut. Die Nebenbeschäftigungen und Collectibles haben Spaß gemacht, was ja auch selten ist und ich habe das Spiel auf 100% beendet. Wer "Ratchet & Clank" mag wird "Rift apart" lieben!
Der Sprung der beiden Helden auf die PS5 wurde mit Bravour gemeistert. Der Anfang spielt sich zwar etwas zäh, weil die Waffen zu Beginn etwas wenig Punch haben, aber das ändert sich schnell und dann ist das Spiel ein glorreiches Action-Adventure. Die neue Heldin Rivet ist cool, ebenso ihr Sidekick und die Story macht ebenfalls viel Spaß. Es wurde etwas mehr Drama eingebaut, sodass es moderner wirkt, aber im Kern ist es Ratchet & Clank! Die Spielmechaniken wurden erweitert und die Möglichkeiten der PS5 sehr gut ausgenutzt. Die Grafik ist ein Augenschmaus und auf der PS5 Pro spielt sich das Spiel butterweich und absolut flüssig. Der Schwierigkeitsgrad ist anpassbar und sehr gut. Die Nebenbeschäftigungen und Collectibles haben Spaß gemacht, was ja auch selten ist und ich habe das Spiel auf 100% beendet. Wer "Ratchet & Clank" mag wird "Rift apart" lieben!
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Death Stranding 2: On the Beach
Das neueste Spiel von Hideo Kojima ist eigentlich genau das, was man erwartet: eine irre Story, die verschiedenste Themen aufgreift, teils absurde Zwischensequenzen und Konzepte, und ein Gameplay, das viele Optionen bietet, von denen man am Ende aber nur eine Handvoll nutzt. Spielerisch hat sich im Vergleich zum ersten Teil bis auf ein paar Detailverbesserungen nur wenig geändert. Noch immer ist es die Hauptaufgabe, in einer postapokalyptischen Welt Fracht von Punkt A nach Punkt B zu bringen und sich dabei verschiedenen Hindernissen zu stellen – wie unwegsamem Gelände, Banditen oder Geistern. Der Gameplay-Loop funktioniert für mich nach wie vor erstaunlich gut und hat etwas Meditatives: Man plant seine Routen, überlegt, wie man möglichst viele Frachtstücke sinnvoll transportiert, wo es am sichersten bzw. am schnellsten geht. Dazu kommt, dass man nach und nach die Routen immer weiter ausbaut – sei es durch Brücken, Straßen oder ein Schienennetzwerk, um noch effizienter voranzukommen. Wie im ersten Teil gibt es auch hier die Option, online mit anderen Spielern verbunden zu sein. Das wirkt sich insofern aus, dass man deren Konstruktionen wie Wachtürme, Generatoren etc. sehen und nutzen kann – und umgekehrt. Das gilt auch für den Ausbau des Straßen- und Schienennetzwerks, bei dem man gemeinsam Materialien beisteuert. Es gibt aber auch Missionen, die mehr auf Action ausgelegt sind und das Infiltrieren bzw. Ausschalten von Gegnerbasen beinhalten. Hier stehen einem verschiedene Waffen zur Verfügung, die storybedingt aber hauptsächlich zum Betäuben gedacht sind. Die Optionen sind vielfältig, aber am Ende habe ich mich doch immer auf die gleichen Taktiken verlassen. Die Gefechte machen trotzdem Spaß und sind gut inszeniert – auch wenn der Fokus des Gameplays eindeutig beim Transportieren liegt. Natürlich schaltet man durch verschiedene Aufträge immer mehr Möglichkeiten bzw. Ausrüstung frei, die einem das Leben erleichtern können.
Wie schon angedeutet, ist die Handlung relativ seltsam, mit einigen abgehobenen Konzepten. Sie greift unterschiedliche Thematiken auf – wie Verlust und Trauerbewältigung – wird aber teilweise sehr absurd in ihrer Inszenierung, wenn es plötzlich Tanzeinlagen gibt oder futuristische E-Gitarren, die auch als Waffe fungieren. Die Zwischensequenzen sind dafür teilweise wirklich fantastisch inszeniert, besonders die Actionszenen – auch wenn manche Dialoge ziemlich gestelzt wirken. Was mich aber störte, war, dass es für jede Kleinigkeit eine Mini-Sequenz gibt – z. B. das Abladen der Fracht oder wenn man zurück in seinen Raum geht. Das lässt sich aber glücklicherweise überspringen.
Was im Spiel allgemein sehr gelungen ist, ist die Technik. Ich finde, das Spiel sieht auf der PS5 einfach fantastisch aus und läuft flüssig. Die Animationen sind gelungen, das Design der Welt ist wunderschön, und ich habe auch fleißig den Fotomodus verwendet. Auch den Soundtrack fand ich sehr schön – er hat einige eingängige Stücke – und die englischen Sprecher leisten hervorragende Arbeit.
Insgesamt also wieder ein toller Titel, den ich aber nur Leuten empfehlen kann, die schon den ersten Teil mochten bzw. mit den Verrücktheiten von Kojima zurechtkommen.
Das neueste Spiel von Hideo Kojima ist eigentlich genau das, was man erwartet: eine irre Story, die verschiedenste Themen aufgreift, teils absurde Zwischensequenzen und Konzepte, und ein Gameplay, das viele Optionen bietet, von denen man am Ende aber nur eine Handvoll nutzt. Spielerisch hat sich im Vergleich zum ersten Teil bis auf ein paar Detailverbesserungen nur wenig geändert. Noch immer ist es die Hauptaufgabe, in einer postapokalyptischen Welt Fracht von Punkt A nach Punkt B zu bringen und sich dabei verschiedenen Hindernissen zu stellen – wie unwegsamem Gelände, Banditen oder Geistern. Der Gameplay-Loop funktioniert für mich nach wie vor erstaunlich gut und hat etwas Meditatives: Man plant seine Routen, überlegt, wie man möglichst viele Frachtstücke sinnvoll transportiert, wo es am sichersten bzw. am schnellsten geht. Dazu kommt, dass man nach und nach die Routen immer weiter ausbaut – sei es durch Brücken, Straßen oder ein Schienennetzwerk, um noch effizienter voranzukommen. Wie im ersten Teil gibt es auch hier die Option, online mit anderen Spielern verbunden zu sein. Das wirkt sich insofern aus, dass man deren Konstruktionen wie Wachtürme, Generatoren etc. sehen und nutzen kann – und umgekehrt. Das gilt auch für den Ausbau des Straßen- und Schienennetzwerks, bei dem man gemeinsam Materialien beisteuert. Es gibt aber auch Missionen, die mehr auf Action ausgelegt sind und das Infiltrieren bzw. Ausschalten von Gegnerbasen beinhalten. Hier stehen einem verschiedene Waffen zur Verfügung, die storybedingt aber hauptsächlich zum Betäuben gedacht sind. Die Optionen sind vielfältig, aber am Ende habe ich mich doch immer auf die gleichen Taktiken verlassen. Die Gefechte machen trotzdem Spaß und sind gut inszeniert – auch wenn der Fokus des Gameplays eindeutig beim Transportieren liegt. Natürlich schaltet man durch verschiedene Aufträge immer mehr Möglichkeiten bzw. Ausrüstung frei, die einem das Leben erleichtern können.
Wie schon angedeutet, ist die Handlung relativ seltsam, mit einigen abgehobenen Konzepten. Sie greift unterschiedliche Thematiken auf – wie Verlust und Trauerbewältigung – wird aber teilweise sehr absurd in ihrer Inszenierung, wenn es plötzlich Tanzeinlagen gibt oder futuristische E-Gitarren, die auch als Waffe fungieren. Die Zwischensequenzen sind dafür teilweise wirklich fantastisch inszeniert, besonders die Actionszenen – auch wenn manche Dialoge ziemlich gestelzt wirken. Was mich aber störte, war, dass es für jede Kleinigkeit eine Mini-Sequenz gibt – z. B. das Abladen der Fracht oder wenn man zurück in seinen Raum geht. Das lässt sich aber glücklicherweise überspringen.
Was im Spiel allgemein sehr gelungen ist, ist die Technik. Ich finde, das Spiel sieht auf der PS5 einfach fantastisch aus und läuft flüssig. Die Animationen sind gelungen, das Design der Welt ist wunderschön, und ich habe auch fleißig den Fotomodus verwendet. Auch den Soundtrack fand ich sehr schön – er hat einige eingängige Stücke – und die englischen Sprecher leisten hervorragende Arbeit.
Insgesamt also wieder ein toller Titel, den ich aber nur Leuten empfehlen kann, die schon den ersten Teil mochten bzw. mit den Verrücktheiten von Kojima zurechtkommen.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Trails in the Sky 1st Chapter - 7,5/10
So, ich habe mein erstes "Trails"-Spiel gespielt, was gleichzeitig das erste Spiel der Serie ist – nur eben als Remake.
Spielerisch ist es in meinen Augen ein sehr klassisches JRPG. Man läuft in einer Party von bis zu 4 Leuten durch die Gegend und hat 2 Möglichkeiten, Monster zu klatschen. Schwache Viecher kann man in Echtzeitkämpfen erledigen. Diese kann man auch benutzen, um stärkere Gegner zu betäuben und dann in den Rundenkampf zu wechseln, um dann einen Anfangsvorteil zu haben. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Monster können das eben so tun. Die Rundenkämpfe sind ebenfalls typisch JRPG.
Die Story um Estelle und Joshua Bright ist ebenfalls recht klassisch, es ist eine Coming-Of-Age-Reise-Story á la wir entwickeln uns weiter, während wir von Ort zu Ort ziehen. Hat aber Spaß gemacht zu verfolgen, da die Locations und Personen, die man so trifft, gut sind. Meine Highlights waren die Abschnitte in Dalmore, der Jenis Royal Academy und das Final Chapter. In der letzten Videosequenz gibt es dann einen Twist und Cliffhanger, der das Remake zum 2. Teil anteasert, da die beiden Spiele direkt zusammenhängen.
Ich hoffe, das 2nd Chapter kommt sehr bald raus, denn ich will weiterspielen.
So, ich habe mein erstes "Trails"-Spiel gespielt, was gleichzeitig das erste Spiel der Serie ist – nur eben als Remake.
Die Story um Estelle und Joshua Bright ist ebenfalls recht klassisch, es ist eine Coming-Of-Age-Reise-Story á la wir entwickeln uns weiter, während wir von Ort zu Ort ziehen. Hat aber Spaß gemacht zu verfolgen, da die Locations und Personen, die man so trifft, gut sind. Meine Highlights waren die Abschnitte in Dalmore, der Jenis Royal Academy und das Final Chapter. In der letzten Videosequenz gibt es dann einen Twist und Cliffhanger, der das Remake zum 2. Teil anteasert, da die beiden Spiele direkt zusammenhängen.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Silent Hill 2 (2024) - 7/10
Uff, da habe ich als bekennende Horror-Pussy mal wieder einen Horrortitel gespielt. Meine Prämisse, dass ich nur Horrorspiele mit Waffen spiele, habe ich aber eingehalten.
Und auf "Leicht" in Kampf und Puzzle konnte man sogar recht gut durchkommen.
Ich habe das Original nie gespielt, daher kann ich nicht sagen, wie nah es da dran ist, aber von dem, was ich auf YouTube in Vergleichvideos sah, scheint es recht eng an der Version von 2001 zu sein. Die Charaktere und Sprecher machen allesamt jedenfalls einen guten Eindruck und die Story ist - naja - verquast halt. Typischer japanischer Psychohorror mit ordentlich Interpretationsspielraum. Die Charaktere sind ok, natürlich nicht wirklich liebenswert, aber gut geschrieben.
Am meisten Spaß hat es mir gemacht, wenn man große Häuser wie das Krankenhaus erkunden durfte. Dort von Raum zu Raum zu gehen, Hinweise sammeln und dadurch immer weiter voranschreiten und die fiesen Monster nebenbei umzulegen war sehr cool. Nicht gut fand ich den Würfel und dessen drei Areale. Dort hat man die Leuchtkraft der Taschenlampe deutlich runtergedreht und dadurch hat man viel zu wenig gesehen. Ansonsten war alles sehr fair. Nur gegen Ende gab es eine forcierte Schleichpassage, die habe ich mit Walkthrough abgekürzt, da ich sowas in solchen Games kacke finde.
Es gibt acht Enden, meines ist das "Leave"-Ende. Was das bedeutet verrate ich natürlich nicht. Werde sobald keinen 2. Durchgang wagen, mir die anderen Enden aber auf YT angucken. Denke, wenn Teil 1 remade wird, werde ich das auch mal antesten. Aber viele Spiele dieser Gangart brauche ich im Jahr nicht. Empfehlenswert ist es trotzdem.
Uff, da habe ich als bekennende Horror-Pussy mal wieder einen Horrortitel gespielt. Meine Prämisse, dass ich nur Horrorspiele mit Waffen spiele, habe ich aber eingehalten.
Ich habe das Original nie gespielt, daher kann ich nicht sagen, wie nah es da dran ist, aber von dem, was ich auf YouTube in Vergleichvideos sah, scheint es recht eng an der Version von 2001 zu sein. Die Charaktere und Sprecher machen allesamt jedenfalls einen guten Eindruck und die Story ist - naja - verquast halt. Typischer japanischer Psychohorror mit ordentlich Interpretationsspielraum. Die Charaktere sind ok, natürlich nicht wirklich liebenswert, aber gut geschrieben.
Am meisten Spaß hat es mir gemacht, wenn man große Häuser wie das Krankenhaus erkunden durfte. Dort von Raum zu Raum zu gehen, Hinweise sammeln und dadurch immer weiter voranschreiten und die fiesen Monster nebenbei umzulegen war sehr cool. Nicht gut fand ich den Würfel und dessen drei Areale. Dort hat man die Leuchtkraft der Taschenlampe deutlich runtergedreht und dadurch hat man viel zu wenig gesehen. Ansonsten war alles sehr fair. Nur gegen Ende gab es eine forcierte Schleichpassage, die habe ich mit Walkthrough abgekürzt, da ich sowas in solchen Games kacke finde.
Es gibt acht Enden, meines ist das "Leave"-Ende. Was das bedeutet verrate ich natürlich nicht. Werde sobald keinen 2. Durchgang wagen, mir die anderen Enden aber auf YT angucken. Denke, wenn Teil 1 remade wird, werde ich das auch mal antesten. Aber viele Spiele dieser Gangart brauche ich im Jahr nicht. Empfehlenswert ist es trotzdem.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Clair Obscur: Expedition 33
Wenn man das Spiel zusammenfassen möchte, dann würde „JRPG aus Frankreich“ wohl am besten passen. Dass das Spiel aus Frankreich stammt, merkt man von der ersten Minute an – sei es am Design der Charaktere und Umgebungen, an der Kamera, der Musik oder der melancholischen Stimmung. Man sollte also keine Abneigung gegen französisches Flair mitbringen, wenn man das Spiel genießen möchte.
Einer der wichtigsten Aspekte des Spiels sind die Kämpfe. Sie laufen grundsätzlich rundenbasiert ab, haben aber einen Echtzeit-Dreh, der im Genre nicht unbedingt neu ist, den Kämpfen aber eine zusätzliche Ebene verleiht. Das zeigt sich einerseits darin, dass man beim Einsatz von Fertigkeiten zusätzlich rechtzeitig eine Taste drücken muss, um deren Effizienz zu steigern. Andererseits – und das ist der weitaus wichtigere Aspekt – betrifft es die Verteidigung. Wenn der Gegner angreift, hat man insgesamt vier Möglichkeiten, den Angriff abzuwehren. Am Anfang steht das einfache Ausweichen. Hier ist das Zeitfenster am großzügigsten, bringt aber nur den Vorteil, dass man keinen Schaden nimmt. Viel wichtiger ist das Parieren. Wenn man jeden Angriff einer Kombokette des Gegners pariert, löst man einen Konterangriff aus, der durchaus mächtig sein kann und auch kampfentscheidend ist. Das Problem hierbei ist, dass das Zeitfenster zum Drücken der Taste sehr knapp ist – selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad. Die Gegner greifen zudem gerne mehrmals hintereinander in einer Sequenz an, oft mit verzögerten Angriffen. Es kann also dauern, bis man den richtigen Rhythmus raus hat. Wenn man es aber schafft, ist es sehr befriedigend. Dazu kommen zwei weitere Spezialattacken von Gegnern, die überdeutlich angezeigt werden. Genau dafür braucht man die beiden anderen Verteidigungsarten: ein Ausweichen durch einen Sprung und ein spezieller Konterangriff.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass jeder der Charaktere eine eigene Kampfmechanik mitbringt, die man beachten sollte, um effektiv kämpfen zu können. Die Charakterprogression besteht neben den typischen Levelaufstiegen und dem Freischalten neuer Fertigkeiten aus dem sogenannten Pico-System. Picos sind Boni, die Werte wie Verteidigung, Gesundheit etc. steigern, aber auch bestimmte Effekte auslösen können – etwa Immunität gegen Statusveränderungen oder mehr Schaden bei voller Energie. Wenn man diese Picos eine Weile getragen hat, kann man die Effekte auch unabhängig von den Werten ausrüsten, muss dafür aber auf die Statusboni verzichten. So baut man seine Figuren immer weiter aus. Mit der richtigen Kombination aus Picos kann man sich sehr starke Charaktere zusammenstellen, wenn man sich mit dem System auseinandersetzt. Wirklich relevant wird das aber erst im letzten Kapitel des Spiels.
Der Spielverlauf ist insgesamt sehr geradlinig, besonders in den ersten beiden der drei Kapitel. Man bewegt sich auf der Weltkarte grundsätzlich nur von Abschnitt zu Abschnitt, um die Handlung voranzutreiben. Anfangs gibt es keine echten Nebenaufgaben, und für die meisten optionalen Gebiete ist man noch zu schwach. Wenn man ein Gebiet betritt, funktioniert es ganz ähnlich wie in einem typischen JRPG. Man läuft herum, bekämpft Gegner, der Weg zum Ziel ist meist offensichtlich, und jede Abzweigung führt entweder zu besonders starken Gegnern, die zusätzliche Erfahrungspunkte bringen, oder zu Ausrüstung – das Durchstreifen lohnt sich also. Das Problem ist, dass es innerhalb der Gebiete keine Karte gibt, wodurch man sich schnell verlaufen kann. Was ebenfalls nicht optimal ist, ist die Steuerung beim Herumlaufen. Das fällt aber nur auf, wenn man eine der wenigen Sprungpassagen absolvieren muss. Da fühlt sich das Ganze nicht optimal an, was glücklicherweise keine große Rolle spielt – es sei denn, man möchte ein paar optionale Minispiele bestehen, um kosmetische Gegenstände und Outfits freizuspielen. Diese sind teilweise recht nervenaufreibend, gerade wegen der etwas ungenauen Steuerung.
Wenn man das dritte und letzte Kapitel erreicht, öffnet sich das Spiel endgültig. Die gesamte Spielwelt sowie die optionalen Gebiete und Herausforderungen stehen dann zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt gibt es auch keine Schadensgrenze mehr. Anfangs liegt diese bei 9.999, später geht es in den Millionenbereich, wenn man seine Waffen verbessert und die Picos optimiert. Das ist bei vielen optionalen Bosskämpfen auch dringend nötig, denn hier liegen die eigentlichen Herausforderungen des Spiels. Wer gerne optimiert, Spaß am Kampfsystem hat und alles sehen möchte – inklusive zusätzlicher Handlungsdetails – kann sich hier so richtig austoben. Das Problem ist nur, dass die eigentlichen Endbosse des Spiels lächerlich einfach sind, wenn man all den optionalen Kram gemacht hat. Ich habe sie jeweils mit einer einzigen Attacke besiegt.
Die Handlung des Spiels hat mir ebenfalls sehr gefallen. Sie beginnt melancholisch und macht anfangs den Eindruck einer klassischen Weltrettung mit großen, mitreißenden Szenen und bedeutungsschwangeren Dialogen. Doch sie entwickelt sich weiter und spricht Themen an, mit denen ich anfangs nicht gerechnet hätte. Gleichzeitig nimmt sie sich Zeit für leise Momente und humorvolle Szenen. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt, und sie waren mir durchweg sympathisch – was auch an den guten englischen Sprechern lag.
Das Design des Spiels ist fast durchweg äußerst gelungen. Die Gebiete bieten viel optische Abwechslung und sind ansprechend gestaltet. Eines der größten Highlights ist der Soundtrack, der durchweg fantastisch ist und extrem abwechslungsreich. Es gibt epische Klänge, dann wieder funky, jazzige oder rockige Stücke, und auch leise, traurige Passagen. Die komplette Bandbreite ist vertreten, und mir ist kein schlechtes Stück aufgefallen. Für mich gehört der Soundtrack definitiv zu den besten der letzten Jahre.
Insgesamt also ein wirklich tolles Spiel, das ich nur empfehlen kann – und definitiv ein Highlight des Jahres.
Wenn man das Spiel zusammenfassen möchte, dann würde „JRPG aus Frankreich“ wohl am besten passen. Dass das Spiel aus Frankreich stammt, merkt man von der ersten Minute an – sei es am Design der Charaktere und Umgebungen, an der Kamera, der Musik oder der melancholischen Stimmung. Man sollte also keine Abneigung gegen französisches Flair mitbringen, wenn man das Spiel genießen möchte.
Einer der wichtigsten Aspekte des Spiels sind die Kämpfe. Sie laufen grundsätzlich rundenbasiert ab, haben aber einen Echtzeit-Dreh, der im Genre nicht unbedingt neu ist, den Kämpfen aber eine zusätzliche Ebene verleiht. Das zeigt sich einerseits darin, dass man beim Einsatz von Fertigkeiten zusätzlich rechtzeitig eine Taste drücken muss, um deren Effizienz zu steigern. Andererseits – und das ist der weitaus wichtigere Aspekt – betrifft es die Verteidigung. Wenn der Gegner angreift, hat man insgesamt vier Möglichkeiten, den Angriff abzuwehren. Am Anfang steht das einfache Ausweichen. Hier ist das Zeitfenster am großzügigsten, bringt aber nur den Vorteil, dass man keinen Schaden nimmt. Viel wichtiger ist das Parieren. Wenn man jeden Angriff einer Kombokette des Gegners pariert, löst man einen Konterangriff aus, der durchaus mächtig sein kann und auch kampfentscheidend ist. Das Problem hierbei ist, dass das Zeitfenster zum Drücken der Taste sehr knapp ist – selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad. Die Gegner greifen zudem gerne mehrmals hintereinander in einer Sequenz an, oft mit verzögerten Angriffen. Es kann also dauern, bis man den richtigen Rhythmus raus hat. Wenn man es aber schafft, ist es sehr befriedigend. Dazu kommen zwei weitere Spezialattacken von Gegnern, die überdeutlich angezeigt werden. Genau dafür braucht man die beiden anderen Verteidigungsarten: ein Ausweichen durch einen Sprung und ein spezieller Konterangriff.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass jeder der Charaktere eine eigene Kampfmechanik mitbringt, die man beachten sollte, um effektiv kämpfen zu können. Die Charakterprogression besteht neben den typischen Levelaufstiegen und dem Freischalten neuer Fertigkeiten aus dem sogenannten Pico-System. Picos sind Boni, die Werte wie Verteidigung, Gesundheit etc. steigern, aber auch bestimmte Effekte auslösen können – etwa Immunität gegen Statusveränderungen oder mehr Schaden bei voller Energie. Wenn man diese Picos eine Weile getragen hat, kann man die Effekte auch unabhängig von den Werten ausrüsten, muss dafür aber auf die Statusboni verzichten. So baut man seine Figuren immer weiter aus. Mit der richtigen Kombination aus Picos kann man sich sehr starke Charaktere zusammenstellen, wenn man sich mit dem System auseinandersetzt. Wirklich relevant wird das aber erst im letzten Kapitel des Spiels.
Der Spielverlauf ist insgesamt sehr geradlinig, besonders in den ersten beiden der drei Kapitel. Man bewegt sich auf der Weltkarte grundsätzlich nur von Abschnitt zu Abschnitt, um die Handlung voranzutreiben. Anfangs gibt es keine echten Nebenaufgaben, und für die meisten optionalen Gebiete ist man noch zu schwach. Wenn man ein Gebiet betritt, funktioniert es ganz ähnlich wie in einem typischen JRPG. Man läuft herum, bekämpft Gegner, der Weg zum Ziel ist meist offensichtlich, und jede Abzweigung führt entweder zu besonders starken Gegnern, die zusätzliche Erfahrungspunkte bringen, oder zu Ausrüstung – das Durchstreifen lohnt sich also. Das Problem ist, dass es innerhalb der Gebiete keine Karte gibt, wodurch man sich schnell verlaufen kann. Was ebenfalls nicht optimal ist, ist die Steuerung beim Herumlaufen. Das fällt aber nur auf, wenn man eine der wenigen Sprungpassagen absolvieren muss. Da fühlt sich das Ganze nicht optimal an, was glücklicherweise keine große Rolle spielt – es sei denn, man möchte ein paar optionale Minispiele bestehen, um kosmetische Gegenstände und Outfits freizuspielen. Diese sind teilweise recht nervenaufreibend, gerade wegen der etwas ungenauen Steuerung.
Wenn man das dritte und letzte Kapitel erreicht, öffnet sich das Spiel endgültig. Die gesamte Spielwelt sowie die optionalen Gebiete und Herausforderungen stehen dann zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt gibt es auch keine Schadensgrenze mehr. Anfangs liegt diese bei 9.999, später geht es in den Millionenbereich, wenn man seine Waffen verbessert und die Picos optimiert. Das ist bei vielen optionalen Bosskämpfen auch dringend nötig, denn hier liegen die eigentlichen Herausforderungen des Spiels. Wer gerne optimiert, Spaß am Kampfsystem hat und alles sehen möchte – inklusive zusätzlicher Handlungsdetails – kann sich hier so richtig austoben. Das Problem ist nur, dass die eigentlichen Endbosse des Spiels lächerlich einfach sind, wenn man all den optionalen Kram gemacht hat. Ich habe sie jeweils mit einer einzigen Attacke besiegt.
Die Handlung des Spiels hat mir ebenfalls sehr gefallen. Sie beginnt melancholisch und macht anfangs den Eindruck einer klassischen Weltrettung mit großen, mitreißenden Szenen und bedeutungsschwangeren Dialogen. Doch sie entwickelt sich weiter und spricht Themen an, mit denen ich anfangs nicht gerechnet hätte. Gleichzeitig nimmt sie sich Zeit für leise Momente und humorvolle Szenen. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt, und sie waren mir durchweg sympathisch – was auch an den guten englischen Sprechern lag.
Das Design des Spiels ist fast durchweg äußerst gelungen. Die Gebiete bieten viel optische Abwechslung und sind ansprechend gestaltet. Eines der größten Highlights ist der Soundtrack, der durchweg fantastisch ist und extrem abwechslungsreich. Es gibt epische Klänge, dann wieder funky, jazzige oder rockige Stücke, und auch leise, traurige Passagen. Die komplette Bandbreite ist vertreten, und mir ist kein schlechtes Stück aufgefallen. Für mich gehört der Soundtrack definitiv zu den besten der letzten Jahre.
Insgesamt also ein wirklich tolles Spiel, das ich nur empfehlen kann – und definitiv ein Highlight des Jahres.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Ghost of Yōtei - 7,5/10
Ich war ziemlich hyped und dieser Hype wurde nur in Teilen erfüllt. Wer "Ghost of Tsushima" kennt weiß, wie sich "Ghost of Yōtei" spielt. Es ist ein Open-World-Action-Adventure mit Rollenspielelementen und hat abgesehen vom Gameplay, dem Setting und einer kleinen Anspielung keine Berührungspunkte mit seinem Vorgänger. Man spielt eine Kopfgeldjägerin, die sich an dem Mörder ihrer Familie rächen möchte. Da das Game im 17. Jahrhundert stattfindet, gibt es Schusswaffen und diverse andere Dinge, von denen Jin Sakai nur träumen konnte. Die Story erinnert ein wenig an "Kill Bill" im feudalen Japan.
Allerdings muss ich sagen, dass mich weder die Story noch die offene Welt hier so gepackt haben wie im Vorgänger. Klar, es ist alles emotional geskriptet und auf der PS5 Pro grafisch wunderschön und butterweich animiert, aber es wird versäumt, zur getöteten Familie eine Bindung aufzubauen, sodass die Antagonisten – mit einer Ausnahme – recht blass bleiben. Das Schnetzeln und Schlachten macht dafür ordentlich Spaß und die verschiedenen Waffen sorgen für Abwechslung.
Die Open World soll wohl organisch zu den einzelnen Sidequests und Entdeckungen hinführen, was aber nur begrenzt klappt. In einem Gebiet habe ich so gut wie nix außer der Hauptquest mitbekommen, weil ich den zentralen Hub nicht angesteuert habe – er wurde in der Hauptquest nicht gebraucht. Für ziellose Erkundung war die Welt zu leer.
Wer den Vorgänger mochte und ein gutes PS5-Exklusive spielen möchte, der kann den Titel sicherlich gut wegzocken, bin jetzt nicht enttäuscht, aber bin mal gespannt, wohin die Reise der Reihe mit einem möglichen nächsten Teil geht.
Ich war ziemlich hyped und dieser Hype wurde nur in Teilen erfüllt. Wer "Ghost of Tsushima" kennt weiß, wie sich "Ghost of Yōtei" spielt. Es ist ein Open-World-Action-Adventure mit Rollenspielelementen und hat abgesehen vom Gameplay, dem Setting und einer kleinen Anspielung keine Berührungspunkte mit seinem Vorgänger. Man spielt eine Kopfgeldjägerin, die sich an dem Mörder ihrer Familie rächen möchte. Da das Game im 17. Jahrhundert stattfindet, gibt es Schusswaffen und diverse andere Dinge, von denen Jin Sakai nur träumen konnte. Die Story erinnert ein wenig an "Kill Bill" im feudalen Japan.
Allerdings muss ich sagen, dass mich weder die Story noch die offene Welt hier so gepackt haben wie im Vorgänger. Klar, es ist alles emotional geskriptet und auf der PS5 Pro grafisch wunderschön und butterweich animiert, aber es wird versäumt, zur getöteten Familie eine Bindung aufzubauen, sodass die Antagonisten – mit einer Ausnahme – recht blass bleiben. Das Schnetzeln und Schlachten macht dafür ordentlich Spaß und die verschiedenen Waffen sorgen für Abwechslung.
Die Open World soll wohl organisch zu den einzelnen Sidequests und Entdeckungen hinführen, was aber nur begrenzt klappt. In einem Gebiet habe ich so gut wie nix außer der Hauptquest mitbekommen, weil ich den zentralen Hub nicht angesteuert habe – er wurde in der Hauptquest nicht gebraucht. Für ziellose Erkundung war die Welt zu leer.
Wer den Vorgänger mochte und ein gutes PS5-Exklusive spielen möchte, der kann den Titel sicherlich gut wegzocken, bin jetzt nicht enttäuscht, aber bin mal gespannt, wohin die Reise der Reihe mit einem möglichen nächsten Teil geht.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Alan Wake II - 6,5/10
Ich habe die Deluxe Edition auf PS5 Pro gespielt, in der die DLCs schon eingebunden waren.
Ich hatte mit dem Game ne schwierige Zeit, einfach weil's unheimlich viele Kritikpunkte hat:
- Das Pacing! Klar, es ist kein Actiongame, aber teilweise läuft man gefühlte drei Schritte bevor man wieder 5 Zettel lesen darf und das immer und immer wieder. Besonders schlimm im Lakehouse-DLC, aber auch das Hauptspiel hat solche Abschnitte. Dadurch ist manchmal kein Spielfluss aufgekommen.
- Die Schattengegner in den Alan-Wake-Kapiteln. Es ist super nervig, dass man sich angreifen lassen muss, um zu wissen, wen man wegbratzen muss und wen nicht.
- Zwei Bossfights haben mich tierisch genervt. Generell sind das ziemliche Difficulty Spikes, aber im Easy-Mode machbar.
- Exklusives Ende im NG+-Modus, dafür habe ich keine Zeit.
- Story etwas zu verworren und kein Rückblick auf Teil 1 am Anfang. Das hätte man nach 13 Jahren ja erwarten können.
Allerdings gab es auch gute und teils großartige Punkte:
- die Grafik ist top notch.
- die Schauspieler in den Realsequenzen machen ihre Arbeit sehr gut.
- die Musicalsequenz gehört zu dem besten an Gamesoundtracks, was ich je gehört habe.
- Stil und Psychoterror gut gemacht.
- Einbindung aus "Control" bekannter Details gut gemacht.
Also wenn Remedy an den Kritikpunkten mal arbeiten, würde ich ein Spiel auch mal wieder richtig abfeiern. Ich hoffe, sie pumpen die "Max Payne"-Remakes nicht mit sowas zu.
Ich habe die Deluxe Edition auf PS5 Pro gespielt, in der die DLCs schon eingebunden waren.
Ich hatte mit dem Game ne schwierige Zeit, einfach weil's unheimlich viele Kritikpunkte hat:
- Das Pacing! Klar, es ist kein Actiongame, aber teilweise läuft man gefühlte drei Schritte bevor man wieder 5 Zettel lesen darf und das immer und immer wieder. Besonders schlimm im Lakehouse-DLC, aber auch das Hauptspiel hat solche Abschnitte. Dadurch ist manchmal kein Spielfluss aufgekommen.
- Die Schattengegner in den Alan-Wake-Kapiteln. Es ist super nervig, dass man sich angreifen lassen muss, um zu wissen, wen man wegbratzen muss und wen nicht.
- Zwei Bossfights haben mich tierisch genervt. Generell sind das ziemliche Difficulty Spikes, aber im Easy-Mode machbar.
- Exklusives Ende im NG+-Modus, dafür habe ich keine Zeit.
- Story etwas zu verworren und kein Rückblick auf Teil 1 am Anfang. Das hätte man nach 13 Jahren ja erwarten können.
Allerdings gab es auch gute und teils großartige Punkte:
- die Grafik ist top notch.
- die Schauspieler in den Realsequenzen machen ihre Arbeit sehr gut.
- die Musicalsequenz gehört zu dem besten an Gamesoundtracks, was ich je gehört habe.
- Stil und Psychoterror gut gemacht.
- Einbindung aus "Control" bekannter Details gut gemacht.
Also wenn Remedy an den Kritikpunkten mal arbeiten, würde ich ein Spiel auch mal wieder richtig abfeiern. Ich hoffe, sie pumpen die "Max Payne"-Remakes nicht mit sowas zu.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Soul Hackers 2 - 7,5/10
Das Spiel ist eine Art "Persona"-light im Cyberpunk-Genre (nicht das Spiel). Man ist in einer futuristischen Umgebung unterwegs als Agent von Aion, einer Art allwissenden KI, die nicht ins Geschehen eingreift, außer die Menschheit steht aufgrund gewisser Entscheidungen vor der Auslöschungen - so wie jetzt. Das titelgebende "Soul Hacking" kann man zum Wiederbeleben, Töten oder Manipulieren von Menschen nutzen, ist aber in der Story auf ein paar Mal begrenzt und zudem eine Videosequenz.
Ansonsten ist die Story aber ganz interessant und Atlus-typisch wechseln sich diverse Main-Quest-Dungeons und Side-Quests und kleine Social Links miteinander ab. Eine Art "Mementos" gibt es in Form der Soul Matrix ebenfalls. Je höher der Beziehungsrang zu deinen Begleitern ist, desto tiefer kannst du vordringen. Das wird gegen Ende etwas lästig, ist ansonsten aber kurzweilig.
Auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad ist das Spiel sehr forgiving, man kann quasi nicht sterben. Es lässt sich aber erahnen, dass Sucher von großen Herausforderungen auf hohen Schwierigkeitsgraden gefordert werden.
Das Kampfsystem ist rundenbasiert und ähnelt dem von "Persona" oder "Metaphor".
Ich kann das Spiel allen Fans der genannten Spiele empfehlen, auch wenn es nicht dessen emotionale Tiefe erreicht.
Das Spiel ist eine Art "Persona"-light im Cyberpunk-Genre (nicht das Spiel). Man ist in einer futuristischen Umgebung unterwegs als Agent von Aion, einer Art allwissenden KI, die nicht ins Geschehen eingreift, außer die Menschheit steht aufgrund gewisser Entscheidungen vor der Auslöschungen - so wie jetzt. Das titelgebende "Soul Hacking" kann man zum Wiederbeleben, Töten oder Manipulieren von Menschen nutzen, ist aber in der Story auf ein paar Mal begrenzt und zudem eine Videosequenz.
Ansonsten ist die Story aber ganz interessant und Atlus-typisch wechseln sich diverse Main-Quest-Dungeons und Side-Quests und kleine Social Links miteinander ab. Eine Art "Mementos" gibt es in Form der Soul Matrix ebenfalls. Je höher der Beziehungsrang zu deinen Begleitern ist, desto tiefer kannst du vordringen. Das wird gegen Ende etwas lästig, ist ansonsten aber kurzweilig.
Auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad ist das Spiel sehr forgiving, man kann quasi nicht sterben. Es lässt sich aber erahnen, dass Sucher von großen Herausforderungen auf hohen Schwierigkeitsgraden gefordert werden.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Donkey Kong Bananza
Der neueste Plattformer von Nintendo erscheint in gewohnt guter Qualität und bringt ein eigenständiges Feature mit, das ihn etwas von der Masse abheben soll. Dieses Feature ist die zerstörbare Umgebung. Man sollte hier zwar keine komplexen Physikberechnungen erwarten, aber ein Großteil der Umgebung lässt sich zerstören oder durchgraben, was durchaus Spaß macht. Die Kamera kann dabei manchmal etwas zickig sein, besonders wenn man sich durch den Boden gräbt und schnell den Überblick verliert.
Die Zerstörung wird für zahlreiche Aufgaben und Herausforderungen innerhalb der Levels genutzt. Das zentrale Element ist das Sammeln der goldenen Bananen, von denen es insgesamt 777 Stück gibt. Man schlägt und gräbt sich durch verschiedene Ebenen, die relativ abwechslungsreich gestaltet sind. Schnee, Wald, Strand oder Sumpf entsprechen zwar den üblichen Jump-and-Run-Klischees, sind aber hübsch umgesetzt.
In jeder Ebene gibt es einige Hauptaufgaben, und nach und nach schaltet man das zweite große Feature des Spiels frei: die Tierverwandlungen. Donkey Kong kann sich in verschiedene Tiere verwandeln, um schneller zu rennen, härter zuzuschlagen oder zu gleiten. Das ist nett gemacht und sorgt für Abwechslung. Dazu kommen zahlreiche Nebenaufgaben, um an weitere goldene Bananen zu gelangen. Viele liegen einfach in der Umgebung herum, andere erfordern etwas Um-die-Ecke-Denken oder geschicktes Graben. Die meisten Aufgaben sind eher leicht, erst im sogenannten Post Game nach dem Endgegner wird es etwas fordernder.
Die goldenen Bananen dienen nicht nur der Komplettierung, sondern auch dem Upgrade-System, das ich etwas aufgesetzt fand. Für jeweils fünf goldene Bananen erhält man einen Fähigkeitspunkt, den man in verschiedene Verbesserungen investieren kann. Am lohnenswertesten sind mehr Energie und höhere Schlagkraft, der Rest wirkt eher wie nettes Beiwerk mit geringem spielerischen Einfluss. Zusätzlich findet man Fossilien, mit denen man neue Outfits freischalten kann. Überall liegt außerdem Gold herum, das man für Verbrauchsgegenstände, zum Freischalten von Wegen oder für bestimmte Bananen benötigt. Das kann gelegentlich zum Stolperstein werden, da man später größere Mengen braucht. Wer alles komplettieren möchte, muss irgendwann Gold farmen, auch wenn es ein bis zwei Stellen gibt, an denen das recht flott geht.
Wie viel Spielzeit man investiert, hängt davon ab, ob man zu den Kompletisten gehört oder nur den Hauptpfad erleben möchte. Wer alle 777 goldenen Bananen finden will, ist gut beschäftigt. Am Ende gibt es jedoch außer einem leicht veränderten Abspannbild und dem Wissen, alles geschafft zu haben, keine besonderen Belohnungen.
Die Handlung ist in einem Spiel dieser Art natürlich zweitrangig und nicht weiter erwähnenswert, auch wenn der letzte Endgegner eine kleine positive Überraschung bietet. Grafisch sieht das Spiel hübsch aus, die Umgebungen sind ansprechend gestaltet und die Steuerung geht gut von der Hand. Beherrscht man sie, bewegt man sich flott durch die Levels und findet einige Abkürzungen. Der Soundtrack ist gelungen, auch wenn es nur wenige wirkliche Highlights gibt.
Insgesamt ist es ein sehr schöner Titel, und wenn man gute 3D-Plattformer mag, kann ich ihn nur empfehlen.
Der neueste Plattformer von Nintendo erscheint in gewohnt guter Qualität und bringt ein eigenständiges Feature mit, das ihn etwas von der Masse abheben soll. Dieses Feature ist die zerstörbare Umgebung. Man sollte hier zwar keine komplexen Physikberechnungen erwarten, aber ein Großteil der Umgebung lässt sich zerstören oder durchgraben, was durchaus Spaß macht. Die Kamera kann dabei manchmal etwas zickig sein, besonders wenn man sich durch den Boden gräbt und schnell den Überblick verliert.
Die Zerstörung wird für zahlreiche Aufgaben und Herausforderungen innerhalb der Levels genutzt. Das zentrale Element ist das Sammeln der goldenen Bananen, von denen es insgesamt 777 Stück gibt. Man schlägt und gräbt sich durch verschiedene Ebenen, die relativ abwechslungsreich gestaltet sind. Schnee, Wald, Strand oder Sumpf entsprechen zwar den üblichen Jump-and-Run-Klischees, sind aber hübsch umgesetzt.
In jeder Ebene gibt es einige Hauptaufgaben, und nach und nach schaltet man das zweite große Feature des Spiels frei: die Tierverwandlungen. Donkey Kong kann sich in verschiedene Tiere verwandeln, um schneller zu rennen, härter zuzuschlagen oder zu gleiten. Das ist nett gemacht und sorgt für Abwechslung. Dazu kommen zahlreiche Nebenaufgaben, um an weitere goldene Bananen zu gelangen. Viele liegen einfach in der Umgebung herum, andere erfordern etwas Um-die-Ecke-Denken oder geschicktes Graben. Die meisten Aufgaben sind eher leicht, erst im sogenannten Post Game nach dem Endgegner wird es etwas fordernder.
Die goldenen Bananen dienen nicht nur der Komplettierung, sondern auch dem Upgrade-System, das ich etwas aufgesetzt fand. Für jeweils fünf goldene Bananen erhält man einen Fähigkeitspunkt, den man in verschiedene Verbesserungen investieren kann. Am lohnenswertesten sind mehr Energie und höhere Schlagkraft, der Rest wirkt eher wie nettes Beiwerk mit geringem spielerischen Einfluss. Zusätzlich findet man Fossilien, mit denen man neue Outfits freischalten kann. Überall liegt außerdem Gold herum, das man für Verbrauchsgegenstände, zum Freischalten von Wegen oder für bestimmte Bananen benötigt. Das kann gelegentlich zum Stolperstein werden, da man später größere Mengen braucht. Wer alles komplettieren möchte, muss irgendwann Gold farmen, auch wenn es ein bis zwei Stellen gibt, an denen das recht flott geht.
Wie viel Spielzeit man investiert, hängt davon ab, ob man zu den Kompletisten gehört oder nur den Hauptpfad erleben möchte. Wer alle 777 goldenen Bananen finden will, ist gut beschäftigt. Am Ende gibt es jedoch außer einem leicht veränderten Abspannbild und dem Wissen, alles geschafft zu haben, keine besonderen Belohnungen.
Die Handlung ist in einem Spiel dieser Art natürlich zweitrangig und nicht weiter erwähnenswert, auch wenn der letzte Endgegner eine kleine positive Überraschung bietet. Grafisch sieht das Spiel hübsch aus, die Umgebungen sind ansprechend gestaltet und die Steuerung geht gut von der Hand. Beherrscht man sie, bewegt man sich flott durch die Levels und findet einige Abkürzungen. Der Soundtrack ist gelungen, auch wenn es nur wenige wirkliche Highlights gibt.
Insgesamt ist es ein sehr schöner Titel, und wenn man gute 3D-Plattformer mag, kann ich ihn nur empfehlen.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Raidou Remastered: The Mystery of the Soulless Army - 6/10
Schon kurz vor Weihnachten durchgespielt. Ich hatte Bock auf mehr Atlus-Dämonen und da ich Gutes über das Remaster gehört habe, dachte ich: Warum nicht? Leider ist es ähnlich wie bei "Shin Megami Tensei V: Vengeance", dass die nicht rundenbasierten Titel von Atlus schwächer sind als die rundenbasierten. Die Story ist ganz nett, aber hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Sie war besser als SMTV, aber trotzdem nichts, was einem lange im Kopf bleibt. Der Grafikstil war durchs Remaster stark, aber ist insgesamt nicht mein Fall. Die Augen sind creepy.
Die Kämpfe sind auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad gut zu bewältigen, aber auch nicht wirklich spannend. Ich kann zu dem Titel nicht viel sagen. Die Umgebungen und das Setting sind teils noch recht spannend. Irgendwie hab ichs auch lieber durchgespielt als SMTV, aber uneingeschränkt empfehlen würde ich es nicht.
Schon kurz vor Weihnachten durchgespielt. Ich hatte Bock auf mehr Atlus-Dämonen und da ich Gutes über das Remaster gehört habe, dachte ich: Warum nicht? Leider ist es ähnlich wie bei "Shin Megami Tensei V: Vengeance", dass die nicht rundenbasierten Titel von Atlus schwächer sind als die rundenbasierten. Die Story ist ganz nett, aber hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Sie war besser als SMTV, aber trotzdem nichts, was einem lange im Kopf bleibt. Der Grafikstil war durchs Remaster stark, aber ist insgesamt nicht mein Fall. Die Augen sind creepy.
Die Kämpfe sind auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad gut zu bewältigen, aber auch nicht wirklich spannend. Ich kann zu dem Titel nicht viel sagen. Die Umgebungen und das Setting sind teils noch recht spannend. Irgendwie hab ichs auch lieber durchgespielt als SMTV, aber uneingeschränkt empfehlen würde ich es nicht.
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Dispatch
Ein Spiel im Stil der Telltale-Games wie z. B. Walking Dead, das heißt viel Handlung mit Entscheidungsmöglichkeiten, deren Auswirkungen mehr oder weniger minimal sind, und dabei eher wenig echtes Gameplay liefert. Aber ich muss sagen, den Titel fand ich richtig gelungen.
Die Handlung spielt in einem eigenen Superheldenuniversum. Die Hauptfigur ist ein ehemaliger Superheld in einem Mech-Anzug, dessen Anzug nach einem Kampf zerstört wurde. Um diesen repariert zu bekommen, muss er als Einsatzkoordinator für eine Firma arbeiten, die Superhelden managt, wobei sein Team aus ehemaligen Schurken besteht, die sich rehabilitieren möchten.
Diese Einsatzkoordination ist das Kernelement, das ich als mehr oder weniger echtes Gameplay bezeichnen würde. Das Spiel ist in Episoden aufgeteilt, und in jeder Episode gibt es bis zu zwei Koordinationseinsätze, die im Grunde eine Art Zeitmanagementspiel sind. Ein Notfall taucht auf einer Einsatzkarte auf, und man muss einen oder mehrere Helden dorthin schicken. Durch die Einsatzbeschreibung kann man erahnen, welche Fähigkeiten ungefähr gebraucht werden, und schickt die Leute los, von denen man denkt, dass sie den Einsatz gut erledigen können.
Nach jedem Einsatz braucht ein Held eine Pause, und richtiges Management ist zwar grundsätzlich wichtig, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es sich großartig auswirkt, wie gut oder schlecht man spielt.
Die Präsentation dieser Einsätze ist recht schlicht und besteht in erster Linie aus Textboxen und Bildern.
Zwischendurch gibt es auch noch ein Hacking-Minispiel, das relativ simpel ist und mehr oder weniger daraus besteht, die richtigen Tasten zu drücken.
Was das Spiel aber auszeichnet, ist seine Inszenierung, und die ist tatsächlich sehr gut gelungen. Obwohl es 3D-Figuren sind, sieht es durch die comicartige Grafik sehr ähnlich aus wie moderne Cartoons wie Invincible oder Legend of Vox Machina. Den Actionszenen fehlt zwar etwas Wucht, aber den Rest fand ich gut inszeniert.
Die Handlung zieht zwar erst gegen Ende richtig an, aber davor gibt es einige gute Charaktermomente. Ich mochte die Figuren, und die englische Vertonung ist hervorragend.
Insgesamt also wirklich gute Unterhaltung, und ich kann das Spiel nur empfehlen, wenn man mit Titeln wie Walking Dead etwas anfangen kann und der Superheldenthematik nicht völlig abgeneigt ist.
Ein Spiel im Stil der Telltale-Games wie z. B. Walking Dead, das heißt viel Handlung mit Entscheidungsmöglichkeiten, deren Auswirkungen mehr oder weniger minimal sind, und dabei eher wenig echtes Gameplay liefert. Aber ich muss sagen, den Titel fand ich richtig gelungen.
Die Handlung spielt in einem eigenen Superheldenuniversum. Die Hauptfigur ist ein ehemaliger Superheld in einem Mech-Anzug, dessen Anzug nach einem Kampf zerstört wurde. Um diesen repariert zu bekommen, muss er als Einsatzkoordinator für eine Firma arbeiten, die Superhelden managt, wobei sein Team aus ehemaligen Schurken besteht, die sich rehabilitieren möchten.
Diese Einsatzkoordination ist das Kernelement, das ich als mehr oder weniger echtes Gameplay bezeichnen würde. Das Spiel ist in Episoden aufgeteilt, und in jeder Episode gibt es bis zu zwei Koordinationseinsätze, die im Grunde eine Art Zeitmanagementspiel sind. Ein Notfall taucht auf einer Einsatzkarte auf, und man muss einen oder mehrere Helden dorthin schicken. Durch die Einsatzbeschreibung kann man erahnen, welche Fähigkeiten ungefähr gebraucht werden, und schickt die Leute los, von denen man denkt, dass sie den Einsatz gut erledigen können.
Nach jedem Einsatz braucht ein Held eine Pause, und richtiges Management ist zwar grundsätzlich wichtig, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass es sich großartig auswirkt, wie gut oder schlecht man spielt.
Die Präsentation dieser Einsätze ist recht schlicht und besteht in erster Linie aus Textboxen und Bildern.
Zwischendurch gibt es auch noch ein Hacking-Minispiel, das relativ simpel ist und mehr oder weniger daraus besteht, die richtigen Tasten zu drücken.
Was das Spiel aber auszeichnet, ist seine Inszenierung, und die ist tatsächlich sehr gut gelungen. Obwohl es 3D-Figuren sind, sieht es durch die comicartige Grafik sehr ähnlich aus wie moderne Cartoons wie Invincible oder Legend of Vox Machina. Den Actionszenen fehlt zwar etwas Wucht, aber den Rest fand ich gut inszeniert.
Die Handlung zieht zwar erst gegen Ende richtig an, aber davor gibt es einige gute Charaktermomente. Ich mochte die Figuren, und die englische Vertonung ist hervorragend.
Insgesamt also wirklich gute Unterhaltung, und ich kann das Spiel nur empfehlen, wenn man mit Titeln wie Walking Dead etwas anfangen kann und der Superheldenthematik nicht völlig abgeneigt ist.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Mir hat es auch sehr gut gefallen. Ich will Season 2
Achja, wichtige Frage:
Spoiler:
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