Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Alle Spiele, egal ob am PC, auf der Konsole oder dem Handheld werden hier diskutiert.

Beitrag » 27. Mai 2026 20:11 #3801

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Gears of War Reloaded - 7/10
Ich habe es ja schon auf der Wiese gesagt und von Rodon die Antwort bekommen: Warum ist das Spiel so "standardmäßig" aus heutiger Sicht? Weil es den Deckungsshooter salonfähig gemacht hat.
Da ich nie eine Xbox hatte, konnte ich das Spiel nie spielen und habe Deckungsshooter erst mit dem zweiten "Mass Effect" so richtig kennengelernt, das ja immerhin 3 Jahre jünger ist. Somit ist dieser Pionier schnell beschrieben: Man rennt mit einem kleinen Squad von A nach B und bratzt aus der Deckung heraus jede Menge "Locusts" weg, die den Planeten Sera übernehmen wollen. Die Story ist dabei nicht weiter wichtig, es geht hier um die Action. Diese ist für ein 20 Jahre altes Spiel gut inszeniert, auch wenn Zwischensequenzen in Nicht-Ingame-Grafik natürlich heutzutage seltsam anmuten.
Abwechslung gibt es durch Auto-Verfolgungsjagten, eine Zug-Sequenz und diverse Kleinigkeiten. Ansonsten ist "Gears of War" angenehm geradlinig ohne Skilltree oder Open World oder sonstwas. Die Waffen finde ich etwas lahm, die Feuerpower wird nicht gut in den Controller übergesetzt und bis auf Sniper, Maschinengewehr und Handgranaten habe ich eigentlich nix benutzt. Der Hammer of Dawn ist so cool wie sinnlos, da er auf eine Handvoll Einsätze begrenzt ist.
Insgesamt bin ich froh, mir nicht nur für diese Spiele eine Xbox gekauft zu haben, wie ich es zeitweise vorhatte, aber trotzdem intrigued genug, um zu hoffen, dass Teil 2-5 auch noch auf die Sony-Konsole kommen.
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Beitrag » 13. Jun 2026 14:19 #3802

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Pragmata

Das neue Spiel von Capcom, und ich muss sagen: Es fühlt sich durchgehend wie ein klassisches Capcom‑Spiel an.
Die Handlung ist eher klassische Science‑Fiction. Die Hauptfigur Hugh reist für eine Inspektion zu einer Mondbasis und muss feststellen, dass eine durchgedrehte KI die gesamte Besatzung ausgelöscht hat. Dort findet er das Androidenmädchen Diana, und gemeinsam machen sie sich daran, das Problem zu lösen.
Storytechnisch ist das nichts Besonderes, auch wenn es nett erzählt wird. Das eigentliche Highlight liegt klar in der Beziehung zwischen Hugh und Diana. Diana ist kindlich, neugierig, stellt Fragen und macht niedliche Dinge – das ist alles sehr liebevoll umgesetzt. Dadurch wächst sie einem sofort ans Herz und weckt den Beschützerinstinkt.
Glücklicherweise ist sie im Gameplay aber kein störender Faktor, und man muss sie nicht direkt beschützen. Stattdessen sorgt sie für einen interessanten Twist im Third‑Person‑Shooter‑Gameplay.
Das Besondere am Spiel ist nämlich, dass die verschiedenen Robotergegner anfangs nicht wirklich verwundbar sind. Diana muss sie zuerst hacken. Das geschieht in einem integrierten Minispiel, bei dem man ein Quadrat über ein Gitternetz zu einem bestimmten Punkt steuert, um die Gegner verwundbar zu machen. Auf dem Weg dorthin sollte man möglichst Extrafelder mitnehmen, die entweder den verwundbaren Zustand verlängern oder zusätzliche Effekte auslösen, etwa dass sich Gegner gegenseitig angreifen oder betäubt werden.

An diese Mechanik muss man sich zunächst gewöhnen, da sie in Echtzeit abläuft, während man gleichzeitig angegriffen wird. Man muss also seine Aufmerksamkeit zwischen Ausweichen und Hacken aufteilen. Grundsätzlich funktioniert das aber wunderbar und macht auch Spaß. Dazu kommen diverse Waffen und Werkzeuge, die unterschiedliche Taktiken ermöglichen.
Das Spiel ist klassisch in größere, eher geradlinige Level unterteilt. Neben Gegnern gibt es Geschicklichkeitsabschnitte und kleine Rätsel. Das funktioniert alles sehr gut, und man hat sich Mühe gegeben, die Abschnitte abwechslungsreich zu gestalten. Auch wenn eine Raumstation naturgemäß etwas steril wirkt, gibt es hier Bereiche wie Teile einer Großstadt, die aus einer Art 3D‑Drucker stammen, oder Abschnitte, die von künstlichen Pflanzen überwuchert sind.
Zwischendurch landet man immer wieder in einem Schutzraum, der als Speicherpunkt dient und es erlaubt, sich auszurüsten oder Upgrades vorzunehmen. Die dafür benötigten Materialien findet man in den Leveln, teilweise gut versteckt. Im Schutzraum kann man außerdem Trainingsmissionen absolvieren, die ein netter Bonus sind und teilweise recht herausfordernd werden, wenn man alle Ziele erfüllen möchte.
Nach Abschluss der Handlung kann man entweder ein „New Game Plus“ starten oder die Level erneut besuchen, um wirklich jeden Sammelgegenstand einzusammeln. Dadurch schaltet man zusätzliche Herausforderungen frei, und wenn man diese alle erledigt hat, erhält man eine neue Waffe und kann das geheime Ende freischalten – eine kleine Szene, die einen möglichen Nachfolger anteasert.
Das Spiel ist insgesamt sehr klassisch aufgebaut und hat mir gerade deshalb gut gefallen, weil es schnörkellos bleibt und kaum unnötigen Ballast enthält.

Grafisch sieht es sehr schick aus, läuft technisch einwandfrei, und auch Soundtrack sowie Synchronisation sind sehr gelungen.

Insgesamt ein wirklich schöner Titel und ich bin gespannt, ob und was Capcom hier noch nachlegt.

Beitrag » 18. Jun 2026 17:51 #3803

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Strange Brigade - 6/10
Endlich komme ich mal zum posten, habe ich schon kurz vorm "Gothic Remake"-Release durchgespielt. :uglycoffee:
"Strange Brigade" ist ein Koop-3rd-Person-Shooter. Ich sage bewusst nicht "Action Adventure", weil man einen großen Teil des Spiels durch verschieden große Arenen geschleust wird und dann einen Haufen Untote wegbratzen muss. Dabei sieht das Spiel aus wie ein "Uncharted"-Teil (aber nicht so detailliert und schön wie der vierte) und hat die Erzählweise von "Freedom Force" (wer es noch kennt). Sprich: Ein britischer Erzähler palavert darüber, was der Truppe gerade passiert.
Truppe? Ja, die namensgebende Brigade besteht aus vier Charakteren, von denen man einen steuert. Dieser ist im Singleplayer alleine unterwegs, was ich unglücklich gelöst finde. Insbesondere, weil man es oft mit Horden von Gegnern zu tun hat und man manchmal sehr das Gefühl hat, das Spiel ist nur auf Koop ausgelegt. Da wären KI-Begleiter für den Singleplayer besser gewesen, insbesondere, weil der Koop nur online ist (lame). Hier wäre Couch-Koop deutlich cooler gewesen.
So sorgt der Einzelspielermodus für ein paar Frustmomente. Die Story ist in den Videos ganz witzig, aber vernachlässigbar. Der letzte Bossfight hat Spaß gemacht. Den DLC kaufe ich mir aber nicht.
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Beitrag » 26. Jun 2026 19:23 #3804

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

007 First Light
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tl;dr: Tolles Actionspiel, ist imho durchaus eine Reise wert.

Schwierigkeitsgrad: Höchster
Spielzeit: 16 h
System: PC, hohe Details

Das Spiel zeigt die Anfänge von 007. In einigen Kapiteln darf man sich als James Bond durch die Ausbildung von MI6 kämpfen und später erste Missionen aufnehmen. Feinde werden Freunde, und umgekehrt. Ruhige Abschnitte zu Beginn, oft im Stile von Hitman, eskalieren ziemlich pünktlich zum Ende des Kapitels in ein Action und Schussfestival. Unterstützt von verrückten Tools und einer Q-Lab Uhr sowie aller Hand an Waffen.
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Ja, den Hitman-Anstrich merkt man. Die Animationen und Bewegungen, verschiedene Hinweise und Infos aufm HUD, die ruhigere Vorgehensweise am Anfang der Kapitel, wo man Informationen erlangen und in gesperrte Bereiche kommen muss, erinnern sehr stark an Agent 47, ohne so stark in die Tiefe zu gehen.

Aber zusammen mit Musik, dem Charme und den coolen Sprüchen, insbesondere mit dem Ausbilder Greenway, kommt tolle Agenten-Anfänger Stimmung auf. Die 16 h vergehen wie im Flug, auch wegen der abwechslungsreichen Level in Europa, Asien und der Arktis. Urlaubsregion oder High-Tech-Tempel, alles dabei. Das Q-Lab hat viel Atmosphäre und einiges zu entdecken.
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Manchmal ist allerdings die Steuerung ein klein wenig zickig und teilweise sind die Speicherpunkte nicht optimal, dann muss man eben die Zwischensequenz abbrechen und manche Bosskampf-Abschnitte nötigen einem zum richtigen Timing und Auswendiglernen des Weges. Stört aber nicht. Kleinere QTE für Kämpfe oder erweiterte Zwischensequenzen, nur wer das gar nicht will, muss hier passen.

Es gibt allerdings in der Story bzw. Funktion so ein paar Dinge, wo man direkt denkt: neee? Das ist jetzt komisch. Beschäftigte mich aber nicht so lange.
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Also reinspielen :)

9/10
Okay, let's try this again, but this time good.
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Beitrag » 28. Jun 2026 21:06 #3805

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

Mafia - The Old Country

Schwierigkeitsgrad: Höchster
Spielzeit: 12 h
System: PC, hohe Details, DLSS Qualität

Don Crizzo finished the game! :nice:

Ich mochte bisher die meisten Mafia-Teile sehr gerne. Teil 1, das Remaster und auch Teil 2. Der dritte Teil war allerdings nach nicht mehr 4h die Luft raus.
Einfache Jobs zu Beginn
Einfache Jobs zu Beginn
Aber hier, hat mich das Spiel zum rasanten Durchspielen bewegt. Alles sehr linear, sowohl die Missionen als auch deren Ablauf. Freiheiten gibt es nur wenige, mal ein bisschen beim Shop was aufwerten, aber insgesamt eigentlich unnötig dort Waffen, Messer oder Amulettslots zu kaufen. Macht das Spiel ggf. ein wenig einfacher. Fand aber insbesondere die Schießereien okay schwer und die Messkämpfe haben mich öfter zum verzweifeln gebracht.

Die Schleichpassagen sind häufig! Wer das nicht möchte, ist hier einfach falsch. Aber dank Entdeckungsanzeige und okayisher KI imo wirklich nicht zu schwer oder gar frustrierend. Die Speicherpunkte sitzen ganz gut, nur selten nerven dann ein paar Wiederholungen mit bestimmten automatischen Szenen. Größere Zwischensequenzen sind ohnehin überspringbar.
Heimlicher Star, die schöne Kulisse!
Heimlicher Star, die schöne Kulisse!
Unterwegs in der Welt ist Enzo, der aus den Schwefelminen entkommen ist und und jetzt bei einer Mafia-Familie aufgneommen wurde, per Pferd oder Auto, selten auch Kutsche. Die Autos fahren sich besser als in 007 First Light, obwohl man auf Feldwegen mit Seifenkisten mit Schubkarrenrädern fährt^^

Gekämpft wird in Bosskämpfen quasi immer mit dem Messer. Zu stechen oder schlagen, Blocken, ausweichen und kontern. Überschaubar komplex. Ansonsten Schusswechsel und heimliches Meucheln von hinten. Waffen gibt es genügend. Die Schrotflinten waren imo ein wenig zu stark und die anderen ein bisschen zu ungenau. Mehr als 1 Verbandspäckchen gibt es auch nicht.
Autorennen dürfen auch nicht fehlen, Physik vom Abschleppseil sonderbar.
Autorennen dürfen auch nicht fehlen, Physik vom Abschleppseil sonderbar.
Die Welt ist äußerst atmosphärisch und wunderschön anzusehen. Das Spiel läuft durchaus flüssig und hat höchstens kleinere Hänger beim Wechsel von Zwischensequenzen zum selbstspielen. Die Story macht Spaß, erfindet das Rad aber nun wirklich nicht neu und ist auch größtensteils ohne Überraschungen geblieben. Humor hätte hier und da noch ein wenig gut getan, da war 007 First Light besser unterwegs. Hätte auch ein wenig länger sein dürfen. Aber ich spiels sicher irgendwann nochmal.

tl;dr: Wer ein klassisches Mafia-Spiel will und kein Problem mit Messerkämpfen, Schleichpassagen und Auto/Pferderennen hat, kann problemlos zugreifen :)

8/10
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Okay, let's try this again, but this time good.
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Beitrag » 2. Jul 2026 22:53 #3806

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Rumple
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

Gothic 1 Remake

Komme vom Sport, deswegen schreibe ich nur mal schnell was runter, was mir gerade so einfällt. :ugly:

Es ist schon ewig her, dass ich Gothic gespielt habe, dennoch habe ich mich beim Remake schnell wieder heimisch gefühlt. Es ist Gothic. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Wenn man das Original mochte, sollte man sich das Remake mal angucken.

Es ist nicht ohne Probleme. Teils waren englische und deutsche Texte vermischt. Performance war teils ziemlich mies. Es gibt Bugs, Glitches, etc. Auch da ist es sich dem Original also treu. :ugly:

-Balancing ist nicht gelungen. Habe als Magier gespielt und manche Zauber brauchen so lange, dass sie eigentlich nicht effektiv nutzbar sind. Werde es nochmal als reiner Nah- oder Fernkämpfer durchspielen.

-Die deutsche Synchro ist leider nicht gelungen. Manche Sprecher machen ihre Sache wirklich gut, viele aber auch nicht. Der namenlose Held ist leider ein Negativbeispiel und dadurch fällt es wahrscheinlich nochmal besonders auf.

-Es gibt ein neues Minispiel fürs Schlösserknacken. Vom Prinzip her gefällt es mir sogar, aber es ist irgendwie willkürlich. Es gibt wohl auch verschiedene Schwierigkeitsstufen, aber gefühlt kann ein schwierigeres Schloss leichter zu sein als ein einfaches. :ugly: Und am Ende hockt man an einem besonders schweren Schloss und es ist nur Mist drin.

-Es gibt wohl ein neues dynamisches Handelssystem, d.h je mehr man von einem Gegenstand verkauft, desto weniger bekommt man dafür. Hat bei mir irgendwie dazu geführt, dass die Fähigkeiten fürs Tiere zerlegen (Felle entehmen, etc. pp) eigentlich zu teuer ist für den nutzen. Habe massig Tiere gejagt, aber der Ertrag war eher mäßig.

- Leider greifen manche Storywendungen, Quests bzw. Entscheidungen nicht wirklich zusammen. Hier hätte man mehr machen können. Bsp.:
Spoiler:
Habe mich dem Alten Lager angeschlossen und bin zu den Feuermagiern. Nachdem die getötet wurden, gehe ich zum neuen Lager. Da kann ich dann nicht direkt zu den Wassermagiern wechseln. Ich werde auch nicht wirklich als Magier erkannt. Muss mich erst den Söldnern anschließen und dann den Wassermagiern. Da hätte ich mir mehr gwünscht.
Man kann eigentlich viel meckern, aber es mich nie so sehr gestört, dass keine Lust mehr hatte. Ich hoffe auf ein baldiges Remake von Gothic 2 + DNdR. :ugly:

Beitrag » 5. Jul 2026 12:21 #3807

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Call of Duty: Modern Warfare (2019)

Immer mal wieder bin ich neugierig auf eine Call‑of‑Duty‑Kampagne, und da ich einiges Positives über die 2019er‑Kampagne von Modern Warfare gelesen habe, wollte ich dem Ganzen eine Chance geben — auch weil es das Spiel günstig im Bundle gab. Diesen positiven Eindruck kann ich allerdings nicht teilen.

Grundsätzlich ist es eine ganz klassische Call‑of‑Duty‑Kampagne mit dem üblichen Gameplay. Man spielt verschiedene Soldaten und wird in unterschiedliche Szenarien geworfen, wobei der Ablauf immer ähnlich ist und der Levelbau streng linear bleibt. Die Abwechslung besteht aus den üblichen Versatzstücken wie einem Scharfschützen-Abschnitt oder einer Sequenz, in der man etwas mehr schleichen soll. Alles Dinge, die man schon zur Genüge kennt, und wirklich Neues gibt es hier nicht. Außerdem spielen gefühlt rund 80 % der Levels in irgendeinem Wüstenstaat, wodurch es optisch kaum Varianz gibt.
Das Gunplay ist grundsolide, aber die zahlreichen Waffen spielen sich oft sehr ähnlich. Es kommt selten zu Momenten, in denen man das Gefühl hat, gerade etwas Besonderes in der Hand zu haben.
Ich habe die Kampagne auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad abgeschlossen, und der ist meiner Meinung nach nicht gut ausbalanciert. Das Spiel peitscht einen meistens nach vorne, aber gleichzeitig stirbt man extrem schnell oder muss sekundenlang in Deckung ausharren, um sich zu heilen. Das nimmt oft das Momentum aus den Gefechten und führt dazu, dass man bestimmte Abschnitte mehrfach wiederholen muss, um voranzukommen. Immerhin sind die Checkpoints sehr großzügig gesetzt, wodurch sich der Frust in Grenzen hält.

Die Story ist reiner Durchschnitt und behandelt nur die üblichen Themen, die man von einem Spiel dieser Art erwartet. Zwar versucht das Spiel stellenweise intensivere Szenen einzubauen, etwa wenn man als Opfer ein Kriegsverbrechen miterlebt, aber das fand ich nicht besonders effektiv und eher aufgesetzt.

Grafisch sieht das Spiel noch ordentlich aus, und auch soundtechnisch hat es mir gefallen.

Insgesamt kann ich das Spiel aber nicht empfehlen, außer man hat unbedingt Lust auf genau diese Art von Call‑of‑Duty‑Kampagne.

Beitrag » 11. Jul 2026 16:36 #3808

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Metroid Prime 4: Beyond

Das neueste Metroid‑Spiel ist zwar ein grundsolides Spiel, aber man merkt, dass es hier wirklich an echten neuen Ideen fehlt. Ich persönlich kenne nur wenige Metroid‑Titel und von der Metroid‑Prime‑Serie nur die Remaster‑Version für die Switch.
Das Spiel folgt der üblichen Formel. Man erforscht Areal für Areal, bekommt neue Fähigkeiten und Waffen, die wiederum neue Wege und Türen öffnen. Leider fehlt es hier an etwas wirklich Neuem. Man bekommt die üblichen Raketen und dazu den Feuer‑, Eis‑ und Voltschuss. Im Spiel wird das alles gut eingesetzt, sei es für Rätsel oder Herausforderungen, aber es bleibt ein sehr starker Standard.
Die einzige wirkliche Neuerung ist das Vi‑O‑La‑Motorrad, mit dem man durch die Wüste fährt, um von Areal zu Areal zu gelangen. Das Motorrad hat zwar ein cooles Design, aber spielerisch wird es fast ausschließlich als Transportmittel genutzt. Man kann damit zwar auch gegen Gegner kämpfen, aber das spielt eigentlich nur bei zwei Bosskämpfen eine Rolle.

Innerhalb der Wüste gibt es nur wenig zu entdecken. Hier und da findet man einen Schrein, der eine Art Rätselraum ist, in dem man ein Waffenupgrade bekommt. Zudem lassen sich grüne Kristalle aufsammeln, die man für ein Anzugsupgrade benötigt.
Die einzelnen Abschnitte im Spiel haben ein recht hübsches außerirdisches Design, sind aber im Grunde auch nur die bekannten Vulkan‑ oder Eislevel. Sie sind trotzdem schön aufgebaut. Hin und wieder übertreibt es das Spiel jedoch mit dem Backtracking. Man muss etwas zu oft zwischen den Arealen wechseln, um mit Waffe X plötzlich einen neuen Weg in Areal Y zu öffnen, nur um dort ein Upgrade zu bekommen, damit man im eigentlichen Hauptareal weitermachen kann. Das fühlt sich manchmal etwas zu sehr nach Streckung an.

Natürlich gibt es auch wieder Bosskämpfe, und die funktionieren grundsätzlich gut und nach den üblichen Mustern. Nur einer zieht sich recht nervig in die Länge, weil er ein viel zu kleines Zeitfenster hat, in dem er verwundbar ist.

Insgesamt ist es trotzdem ein gutes Spiel, das ich aber nur Freunden der Metroid‑Formel weiterempfehlen kann.

Beitrag » 15. Jul 2026 19:57 #3809

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Gothic Remake - 8/10
Für mich eins der am meisten erwarteten Spiele der letzten Jahre, was irgendwie komisch ist, wenn man bedenkt, dass es ein Remake ist. Aber als "Gothic"-Fans wurde man nach der initialen, verhunzten Demo ja immer wieder mit Screenshots und Videos gefüttert, die einen hungrig gemacht haben. Warum es dann doch nicht vorbehaltlos die volle Punktzahl gibt, zähle ich jetzt mal in einer Pro- und Contraliste auf:
+ sie haben wirklich nichts aus dem damaligen Playable Teaser übernommen, was sehr gut ist!
+ sie sind der Story treu geblieben und haben sie an sinnvollen Punkten (Orklager, Schläfertempel) erweitert
+ der Soundtrack ist schön und dank Originalkomponist Kai Rosenkranz sehr passend
+ die wichtigsten Originalsprecher sind dabei (namenloser Held, Xardas, Y'Berion und weitere)
+ das Feeling ist erhalten geblieben
+ die Grafik ist wunderschön
+ legendäre Sprüche vorhanden ("Deine Mutter treibts mit Ziegen!")
+ trotz komplettem Overhaul alles wiedererkennbar und keine Ladezeiten
+ gute Controllersteuerung
+ wenig Bugs
+ an vielen richtigen Stellen old-school
- ein nerviger Soundbug im Schläfertempel, der mit den anschließenden Patches nur teils behoben wurde
- das Kampfsystem ist zwar smoother als im Original aber weit entfernt von gut und die Upgrades für Ein- und Zweihandkampf fühlen sich nicht so wertig und unmittelbar merkbar an wie im Original
- der Anfang ist immer noch etwas träge
- sich ohne Karte zurechtzufinden ist schwieriger geworden, weil die Map mehr Details hat und es gibt keinen Quickbutton für die Map
- leichte Balancingprobleme am Ende
Doch insgesamt kann ich das Spiel allen Fans des Originals ans Herz legen. ich hoffe, dass Alkimia auch Teil 2 neu auflegt.
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Beitrag » 15. Jul 2026 20:14 #3810

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Rumple
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

The Gravedagokck hat geschrieben: 15. Jul 2026 19:57 [..]
+ wenig Bugs
Kann ich nicht so bestätigen. Keine völlige Katastrophe, aber doch schon nervig. Teils konnten Quests auch nicht abgeschlossen werden. Und mit den Patches wurden es mehr :ugly:
The Gravedagokck hat geschrieben: 15. Jul 2026 19:57 [..]
- sich ohne Karte zurechtzufinden ist schwieriger geworden, weil die Map mehr Details hat und es gibt keinen Quickbutton für die Map
[..]
Auf welchem Sytstem hast du es denn gespielt? PS? :confused:
The Gravedagokck hat geschrieben: 15. Jul 2026 19:57 Doch insgesamt kann ich das Spiel allen Fans des Originals ans Herz legen. ich hoffe, dass Alkimia auch Teil 2 neu auflegt.
Ja. Ich will es jetzt! :ugly:

Beitrag » 20. Jul 2026 15:17 #3811

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

007: First Light

Wenn ich das Spiel grob zusammenfassen müsste, würde ich es als eine Mischung aus Uncharted und Hitman beschreiben, wobei letzteres wenig überrascht, da derselbe Entwickler dahinter steckt.
Bei First Light handelt es sich im Grunde um ein klassisches Action‑Adventure mit der James‑Bond‑Marke, und ich muss sagen, es ist wirklich gut gelungen.

Einer der wichtigsten Aspekte des Spiels ist seine Abwechslung und seine Inszenierung. Das gilt sowohl für die Szenarien als auch für die Struktur der Missionen. Dabei läuft das Ganze gerne filmisch ab. Am besten ist, dass sich die ruhigeren Infiltrationsabschnitte, Schleichpassagen und die eskalierenden Schusswechsel gut abwechseln und keines dieser Elemente zu lange dauert.
Grundsätzlich ist eine typische Mission immer ähnlich aufgebaut. Zuerst kommt ein Infiltrationsabschnitt, in dem man Informationen über das Missionsziel sammelt, meistens durch das Belauschen von Gesprächen. Das ist zwar oft recht offensichtlich gestaltet und dient hauptsächlich dazu zu zeigen, welche Wege es gibt, aber immerhin hat man die Wahl, wie man vorgehen möchte. Wer Interesse hat, Missionen erneut zu spielen, kann so neue Wege ausprobieren oder andere Herausforderungen abschließen. Das ist relativ offen gestaltet, aber das Spiel führt einen dennoch deutlich, vor allem in den geradlinigen Abschnitten, in denen gelbe Markierungen klar zeigen, wo es weitergeht.
Der nächste wichtige Gameplayteil ist das Schleichen, das viel Raum einnimmt. Das funktioniert sehr gut, und man hat verschiedene Möglichkeiten, ungesehen ans Ziel zu gelangen, von unterschiedlichen Gadgets bis hin zum Bluffen, um aus einer Situation herauszukommen. Letzteres fand ich eine wirklich hübsche Idee, wie James sich in einem niedrigen Sicherheitsbereich schnell einen schlauen Spruch einfallen lässt, um Wachen oder Zivilisten zu beruhigen. Natürlich sind diese Aktionen begrenzt verfügbar und mit Ressourcenkosten verbunden.
Wenn Schleichen keine Option ist oder man entdeckt wird, beginnen die Kämpfe. Dabei gibt es zwei Arten von Action: Schusswechsel und Nahkämpfe. Die Nahkämpfe sind relativ simpel und basieren auf Ausweichen, Blocken, Kontern und Zuschlagen, aber dank der Animationen fühlt sich das angenehm wuchtig an. Gegner werden gegen Tischkanten gerammt oder bekommen Gegenstände an den Kopf geworfen, was das Ganze sehr dynamisch wirken lässt.

Die Schusswechsel sind typische Deckungsgefechte, wobei man beachten muss, dass James hier weniger an Deckungen klebt und vieles sehr filmisch inszeniert ist. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist es essenziell, viel auf explosive Objekte zu schießen, etwa rote Fässer oder Feuerlöscher, um Gegner auszuschalten. Der Fokus liegt klar auf Spektakel und weniger auf taktischer Tiefe. Besonders wird das Ganze dadurch, dass Munition sehr begrenzt ist. Man kann zum Beispiel die leere Waffe an den Kopf eines Gegners werfen, ihn anschließend überwältigen oder ihm die Waffe aus der Hand schießen. Das sorgt für ein dynamisches und actionbetontes Spielgefühl, und die Gefechte machen wirklich Spaß.

Insgesamt habe ich für das Spiel etwa 25 Stunden gebraucht, was eine angenehme Spielzeit ist. Wer möchte, kann zusätzliche Herausforderungen mit Modifikationen starten, um noch etwas mehr aus dem Gameplay herauszuholen. Weitere Inhalte wurden bereits angekündigt, und man darf gespannt sein, wie das Spiel sich noch weiterentwickeln wird.

Handlungstechnisch haben wir es mit einer sehr typischen James‑Bond‑Geschichte zu tun, nur mit der Besonderheit, dass Bond hier am Anfang seiner Karriere steht und frisch beim MI6 eingetreten ist. Das Spiel spielt in der Gegenwart, aber Bond ist hier der altbekannte, etwas hitzköpfige Charmeur und Frauenheld, der immer mal wieder einen Spruch fallen lässt, aber noch merklich unerfahren ist. Diese Dynamik kommt wirklich gut zur Geltung und ist für mich eines der Highlights des Spiels.
Ich bin kein James‑Bond‑Experte, aber das Spiel ist definitiv eine Liebeserklärung an sämtliche Bond‑Äras. Man findet haufenweise Anspielungen und Easter Eggs, von einem Goldfinger als Fingerprothese über die Tatsache, dass James Bücher über Ornithologie liest, bis hin zu Kamerafahrten, die mich stark an die Daniel‑Craig‑Filme erinnert haben. Es ist ein Spiel, bei dem man merkt, dass mit Leidenschaft gearbeitet wurde.

Technisch habe ich nicht viel auszusetzen. Es läuft flüssig, sieht gut aus, und am PC hat man genügend Einstellungsmöglichkeiten. Am Anfang hatte ich ein Problem mit der Deadzone des Controllers, aber das ließ sich im Spiel einstellen, womit das Problem erledigt war. Die englische Synchronisation ist hervorragend, und die Musikstücke enthalten nicht nur das ikonische James‑Bond‑Thema, sondern der gesamte Soundtrack fühlt sich wie ein Bond‑Film an.

Insgesamt also ein wirklich toller Titel, den ich allen Freunden des Genres empfehlen kann, besonders wenn man ein Faible für James Bond hat.
Ich für meinen Teil bin gespannt, wie die Fortsetzungen aussehen werden, denn man kann sich sicher sein, dass James Bond zurückkehren wird.

Beitrag » 21. Jul 2026 11:56 #3812

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

007 First Light - 8/10
Siehe Pestis Post. :ugly:
Meine Eindrücke ähneln sich, auch wenn ich das moderne "Hitman" nie gespielt habe. Die Kletterpassagen und dergleichen sind stark an "Uncharted" angelehnt und jeder schief grinsende Charmeur erinnert mich auch immer ein wenig an Nathan Drake, aber was das Spiel macht, macht es gut. Lediglich Kleinigkeiten störten mich, wie zum Beispiel die zu offensichtlich geskripteten Verfolgungsjagden. Natürlich ist es klar, dass es für die Story wichtig ist, den Charakter an einer bestimmten Stelle zu fangen oder auch nicht, aber wenn man gerade die Waffe benutzen darf und der Verfolgte macht eine Gittertür zu, damit du einen Umweg laufen musst, man durch die Tür aber klar durschschießen könnte, dann nimmt das Immersion. Irgendwo anderes hat eine verfolgte Person immer brav gewartet, bis ich nahe genug dran war, was man auch gesehen hat. :ugly:
Abseits dessen kann ich aber nur Positives über das Spiel berichten: Die Story ist gut, James Bond verhält sich, wie man es von Bond kennt, es gibt viele Anspielungen auf die Filme und vor allem auf die immer wiederkehrenden Motive, man trifft viele bekannte Charaktere und das Gameplay ist schön flüssig, der Schnitt von Zwischensequenz zu Game insbesondere am Anfang überragend und die Grafik auf PS5 Pro sehr schön.
Ebenso fand ich die Länge des Spiels gut, denn nicht jedes Spiel muss 50+ Stunden Spielzeit haben und ich fand es noch besser, dass es keinen unnötigen Skilltree oder Open World oder Hub gab. IO Interactive haben genau die richtigen Teile weggelassen, um bei einem Action Adventure einen guten Flow zu erzeugen.
Ich freu mich schon auf einen 2. Teil, das Ding verkauft sich ja gut. :D
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Beitrag » 21. Aug 2026 21:45 #3813

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Aphelion - 5,5/10
Irgendwie schwankt die Qualität von Don't-Nod-Spielen immer extrem. Eigentlich können sie nur "gut" bis "sehr gut" oder "fad". :ugly: "Aphelion" ist leider eher fad, weil in dem Spiel nicht wirklich viel passiert. Man spielt ein Ex-Pärchen, das auf einer Raumfahrtmission ist, um einen Planeten zu erkunden, der der Menschheit als neue Heimat dienen soll, weil diese mittlerweile die Erde mit der Klimakrise kaputtgemacht haben.
Was eigentlich eine spannende Prämisse ist, ist weitestgehend ein Walkingsimulator von zwei Personen, die allein durch eine (Eis)wüste laufen, viel zu viel mit sich selbst reden, eine kryptische Vorgeschichte entdecken und zu allem Überfluss auch noch entweder Sauerstoff sammeln müssen oder von einem seltsamen Viech, gegen das man sich nicht wehren kann, gejagt werden. Obwohl "Aphelion" nicht lang geht, nutzen sich die Gameplaymechaniken schnell ab und die letzten Kapitel bilden leider auch das qualitative Schlusslicht des Spiels. Der Beginn war interessant, aber ein 10€-Budgettitel mit drei Stunden Spielzeit hätte es hier auch getan.
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Beitrag » 23. Aug 2026 18:29 #3814

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Octopath Traveler - 8/10
Ich war ja lange skeptisch, ob diese HD-2D-Optik nicht einfach nur eine Entschuldigung für große Entwickler wie Square Enix ist, schnell optisch hässliche Spiele rauszuballern, da ich den klassischen Retro-Look oft furchtbar finde. Doch "Octopath Traveler" ist in der Tat echt schön. Natürlich sind die Charaktere pixelig, aber der Detailreichtum entspricht einem modernen Spiel – insbesondere die Hintergründe der einzelnen Städte und Gegenden sind wunderschön gestaltet.
Die Story ist schnell erklärt und auch nicht: Man fängt mit einem Charakter an, den man aus acht ("Octo" und so) frei wählen kann. Mit dem fängt man an, die Welt zu bereisen und trifft nach und nach auf die anderen 7 Charaktere. Die einzige Besonderheit des Starters ist, dass man ihn bis zum Ende seiner Story nicht aus dem Team, das aus maximal 4 der 8 Charaktere besteht, nehmen kann.
Jeder Charakter hat eine eigene Klasse – von Krieger über Magier, Apotheker und Kleriker sind viele Bekannte dabei. Ebenfalls hat jeder Charakter 4 Hauptmissionen, die man in freier Reihenfolge erledigen kann, aber die Gebiete werden im Lauf der Zeit immer schwerer, sodass man meist an natürliche Grenzen stößt.
Das Gameplay ist klassisch alte JRPGs: Zufallskämpfe und Rundenkämpfe. Man muss die Schwächen des Gegners finden und die dadurch stunnen und dann schnell besiegen. Gerade die Bossgegner sind ordentlich knackig, wenn man nicht mindestens 10 Level über ihnen ist. Dennoch bleibt das Spiel weitestgehend fair. Zudem dauert es nicht lang, underlevelte Charaktere hochzugrinden.
Mir haben die meisten Geschichten, die teilweise vertont sind, sehr gut gefallen und man kommt auch nicht durcheinander, da sie nicht zu komplex sind. Wenn man alle 8 Geschichten beendet hat, hat man das Spiel durch. Ich habe dafür 63 Stunden gebraucht und werde, damit es sich nicht abnutzt, mit dem 2. Teil etwas warten, aber freue mich schon. :D
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Beitrag » 24. Aug 2026 20:47 #3815

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Heavenly Sword - 7/10
Uff, selten ein Spiel gespielt, das seiner Zeit so sehr voraus war bzw. dessen Ambitionen halt mal absolut nichts für die Technik von 2007 waren. Lasst mich elaborieren.
Eigentlich ist das Spiel ein "God of War"-Like, was bedeutet, dass man sich in dritter Person mit einem übergroßen Schwert durch Gegner schnetzelt. Bei solchen Spielen ist die Story oft Beiwerk, doch bei Ninja Theory, die später sich mit "Hellblade: Senua's Sacrifice" einen Namen machten, war "Heavenly Sword" die erste von zwei Zusammenarbeiten mit Andy Serkis (Gollum). Die zweite war "Enslaved: Odyssey to the West", was mir gut gefiel.
Die einzelnen Kapitel sind daher sehr cinematisch aufgebaut und das Spiel will mehr, als die PS3 liefern kann. Daher bricht die Framerate öfter mal ein, wenn bis zu 500 Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm sind und man nebenher noch Explosionen und den Echtzeitkampf berechnen muss. Das sorgt für Frust, wenn die präzise getimten Kombos oder unbarmherzigen Quicktime-Events ins Leere laufen.
Dennoch motiviert das Spiel aufgrund seiner ungewöhnlichen Story und noch ungewöhnlicheren Charakteren zum Weiterspielen und die Videosequenzen sind für 2007 erstklassig gerendert. Die Sprecher (auch u.a. Serkis als Antagonist) sind erste Sahne und haben fast Hollywoodqualität. Dafür ist die Spielzeit mit ca. 6-7 Stunden recht knapp bemessen, aber es muss ja nicht jedes Spiel 30+ Stunden gehen.
Wenn das Game als PS5-Titel 2022 erschienen wäre, wäre das mit Sicherheit eins der krassesten Storygames der letzten Jahre. Ich würde ja auf ein Remake hoffen, aber es hat damals die Kosten nicht eingespielt, also sollte man es trotz seiner Fehler mal auf der "vintage" Konsole eine Chance geben. Denn ohne die frustigen Momente, die größtenteils Schuld der Technik sind, wäre das Ding easy eine 8,5 bis 9.
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Beitrag » 28. Aug 2026 19:44 #3816

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Trails in the Sky 1st Chapter
Das Remake des ersten Teils meiner sehr geschätzten Legend of Heroes-Reihe ist wirklich hervorragend gelungen. Es modernisiert die richtigen Elemente, bleibt aber gleichzeitig klassisch und versetzt sowohl Neueinsteiger als auch Veteranen ohne große inhaltliche Änderungen zurück an den Anfang der Serie.

Die größte Veränderung betrifft natürlich die Grafik: weg von der isometrischen Perspektive mit den knuffigen Figuren hin zu einem modernen Anime‑JRPG‑Stil. Und ich muss sagen, das ist tatsächlich der bisher hübscheste Teil der Reihe. Der Stil ist bunt, farbenfroh und sehr ansprechend. Die Animationen in normalen Sequenzen wirken manchmal etwas steif, da alle Figuren die gleichen Bewegungsmuster nutzen, aber in Zwischensequenzen und bei Spezialangriffen im Kampf sehen die Animationen richtig schick aus.

Spielerisch wurde das Kampfsystem an einigen Stellen modernisiert, bleibt aber im Kern das gleiche wie im Original, nur mit ein paar sinnvollen Verbesserungen. Die Zahlenwerte wurden nach oben geschraubt, was spielerisch aber kaum einen Unterschied macht.

Die größte Neuerung ist das Echtzeit‑Kampfsystem, das man aus den neueren Teilen der Reihe kennt. Es ist sehr rudimentär und besteht im Wesentlichen aus Zuschlagen, Ausweichen und einem Spezialangriff, wenn die Leiste voll ist. Ziel ist es, Gegner in einen „Betäubt“-Status zu bringen, um im eigentlichen rundenbasierten Kampf eine Bonusattacke zu erhalten. Der rundenbasierte Kampf funktioniert ähnlich wie im Original, nur mit Detailänderungen: Boni halten sich strenger an die Zugreihenfolge, kritische Treffer schalten individuelle passive Charakterboni frei, und nach kritischen Angriffen sind jetzt gemeinschaftliche Bonusangriffe in verschiedenen Stufen möglich, die die ganze Gruppe einbeziehen. Das bringt ein paar Nuancen mit sich, aber die Kämpfe sind grundsätzlich gut meisterbar, gehen meist schnell, auch wenn manche Gegner etwas zu viele Lebenspunkte haben. Nur bestimmte Bossgegner werden etwas anspruchsvoller.

Das große Progressionssystem ist wieder das sogenannte Orbment‑System, bei dem man verschiedene Elementarquarze in unterschiedliche Steckplätze setzt. Jeder Quarz erhöht bestimmte Werte wie Stärke oder Verteidigung, manche geben passive Boni. Dazu kommen Elementarwerte, und je nachdem, wie viele Elemente man auf einer Linie hat, schaltet man unterschiedliche Zauber frei. Das System ist weniger komplex als in späteren Teilen, aber wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet, kann man die Charaktere effizient für die Kämpfe aufbauen. Wer darauf keine Lust hat, kann das Ganze auch automatisieren.

Bei Story und Pacing zeigt das Remake die üblichen Stärken und Schwächen der gesamten Reihe. Das Pacing ist recht langsam, und es dauert, bis die Handlung in Fahrt kommt – was aber auch daran liegt, wie das Spiel strukturiert ist. Im Grunde läuft jedes Kapitel ähnlich ab: Man kommt an einen neuen Ort, lernt die Gegebenheiten kennen, trifft neue Figuren, die vorübergehend Partymitglieder werden, und irgendwann kommt es zum großen Vorfall, der die Fäden langsam zusammenführt. Das ist grundsätzlich gut gemacht, aber manchmal sind die Dialoge etwas zu ausufernd.
Die große Stärke ist wie immer das Worldbuilding. Es gibt so viele schöne kleine Details, und die Welt ist logisch und liebevoll aufgebaut. Das ist und bleibt das ganz Besondere der Reihe.

Abgesehen von den offensichtlichen Änderungen bleibt das Remake sehr nahe am Original. In der Handlung sind mir keine Änderungen aufgefallen, höchstens ein paar kleine Details, die sich auf Dinge beziehen, die erst viel später in der Reihe eine Rolle spielen – etwa bestimmte Figuren, die auf einem Bild zu sehen sind.
Beim Soundtrack hat man die Auswahl zwischen dem Original, dem neu arrangierten Remake‑Soundtrack oder der Version aus der Japan‑exklusiven erweiterten Fassung des Originals. Persönlich bevorzuge ich letztere, aber das ist reine Geschmackssache. Der Soundtrack ist insgesamt richtig gut gelungen und hat einige eingängige Stücke.

Neu ist diesmal auch die Synchronisation. Man kann zwischen japanischen und englischen Stimmen wählen. Die englischen Sprecher sind solide, auch wenn keine herausragenden Leistungen dabei sind.
Zum ersten Mal gibt es auch deutsche Texte, und soweit ich das beurteilen kann, sind diese gut gelungen.

Insgesamt also ein richtig starkes Remake, das genau das macht, was ein Remake machen sollte: Es holt Neueinsteiger ab, und Veteranen bekommen eine hübsche neue Fassung.

Beitrag » 30. Aug 2026 13:23 #3817

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Knights Contract - 6/10
Noch so 'ne "God of War"-Schnetzelei! Da merkt man mal, wie viele Spiele Anfang der 10er-Jahre in deren Fahrwasser mitschwimmen wollten. :ugly:
Hier geht es um den Scharfrichter Heinrich, der einige Hexen gemeuchelt hat und deswegen von einer Hexe, Gretchen, mit dem Fluch des ewigen Lebens belegt wurde. Seitdem kämpft er sich durch ein von der Pest geplagtes Deutschland und trifft nach 100 Jahren die nicht mehr kopflose Gretchen wieder, die mithilfe von Paracelsus und dessen Schüler Minukelsus wiederbelebt wurde. Da die anderen, ebenfalls wiederbelebten Hexen Rache schwören und die Menschheit vernichten wollen, was aber dem Kodex der Hexen widerspricht, möchte Gretchen diese nun endgültig umlegen und verspricht Heinrich im Gegenzug für seine Hilfe, ihm seine Sterblichkeit wiederzugeben.
Die Story ist etwas hanebüchen, aber ganz nett inszeniert. Die Schnetzelei ist auch ganz nett, nur die letzten beiden Bossgegner gehen einem ziemlich auf den Sack, wenn man die passende Attackenkombi nicht kennt. Zudem hat das Game starke FPS-Schwankungen, die insbesondere in den Kämpfen nervig werden. Gut, ist PS3, aber in meiner Erinnerung kann die Konsole diverse für sie optimierte Spiele gut darstellen.
Die Level schwanken zwischen ok bis langweilig, was aber nicht stört, wenn man nicht gerade backtracken muss. Zudem gibt es zwar eine Karte, aber das Spiel sagt einem das nicht, sodass ich viel unnötig umhergeirrt bin.
Ich kann das Spiel bedingt empfehlen, wenn man mal ein paar kleine Relikte der Vergangenheit aufarbeiten will. Kostet gebraucht eh kaum was.
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Beitrag » 31. Aug 2026 22:34 #3818

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The Gravedagokck
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Beitrag von The Gravedagokck »

Wanted: Weapons of Fate - 7/10
Ach was war das doch für eine schöne Zeit, als für jeden halbwegs passablen Kinofilm eine passende Versoftung rauskam. Das ist natürlich mittlerweile rein zeit- und budgettechnisch nicht mehr möglich, aber das Spiel zu "Wanted", das gleichzeitig als Fortsetzung der Filmhandlung fungiert, ist eine runde Ergänzung zum Film. In diesem geht es um eine Organisation, die einen Webrahmen hat, der für Assassinen das nächste Ziel ausspuckt. Der Protagonist und Spielcharakter findet das uncool und so verläuft im Film nicht alles für die Organisation nach Plan.
Das Spiel ist ein 3rd-Person-Deckungsshooter und man kann die coolen Fähigkeiten, die der Protagonist im Film hat im Spiel auch nutzen, wie z.B. um die Ecke schießen. Das ist natürlich limitiert und an "Adrenalin" gekoppelt, sodass man nicht komplett overpowered ist. Die Level sind alle im typischen grüngrau gehalten und könnten etwas mehr farbliche Abwechslung haben, aber immerhin ballert man sich durch verschiedene, größtenteils Indoor-Szenarien.
Zudem gibt es Abwechslung in Form von Sniper-Passagen und Geschütztürmen. Außerdem gibt es immer wieder Sequenzen, in denen man sich von Bullet-Time-Shootout zu Bullet-Time-Shootout schießt, sodass man merkt, dass die Entwickler sich um Varianz bemüht haben.
Leute, die den Film mochten und eine PS3 oder 360 zuhause haben, könnten diese Filmversoftung bedenkenlos spielen. Tatsächlich ist die deutsche Fassung trotz USK 18 zensiert. Ziemlich lächerlich. Ich habe die EU-PEGI gespielt und das ist alles kernharmlos. :D
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Beitrag » 4. Sep 2026 17:57 #3819

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Call of Duty: World at War 7,5/10
Hätte eigentlich sogar 8 Punkte gegeben, aber die Granaten, die einen häufiger mal random töten, sind etwas nervig. Ansonsten machen die 15 Missionen, in denen man abwechselnd einen Russen in Stalingrad und später beim Sturm auf Berlin spielt bzw. einen Ami, der in Japan kämpft viel Spaß. Es gibt auch Abwechslung in Form von Grabenkämpfen, Flugzeugmissionen, Panzerfahren und so weiter. Zudem war auch 2008 das ganze schon filmreif inszeniert und wirklich schön anzuschauen. Selbst auf der PS3 ist die Grafik aus heutiger Sicht noch scharf und in Ordnung.
Tüchtig Gewalt gibt es in der unzensierten Fassung natürlich auch, aber aus heutiger Sicht ist das Spiel nicht schlimmer als andere Games, sodass die Indizierung etwas willkürlich wirkt. Hakenkreuze darf man ja mittlerweile auch zeigen. Aber man kann sich schon vorstellen, dass es 2008 Menschen gab, die schlucken mussten, wenn man in Stalingrad zwischen Leichen aufwacht.
Mir hat der Trip in die Vergangenheit gefallen und ich glaube, ich werde immer mal wieder eine CoD-Kampagne spielen, denn die meisten älteren Titel bekommt man ja für Kleingeld. :D
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Beitrag » 11. Sep 2026 19:39 #3820

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

DOOM: The Dark Ages | Revelations
Das ist wirklich ein herausragend guter DLC für das neue DOOM, und es ist schon etwas traurig, dass dies möglicherweise der letzte Eintrag in der Doom‑Historie von id Software gewesen sein könnte.

Spielerisch hat sich grundsätzlich nur ein Detail geändert – aber genau dieses Detail genügt, um das gesamte Spielgefühl spürbar zu verändern. Es kommt in Form der einzigen neuen Waffe daher: dem sogenannten Kettenspeer.
Der Kettenspeer ersetzt zunächst den Schild und wird später zu einer Option, die ich nicht mehr missen wollte. Seine Grundfunktion besteht darin, dass man sich nun an Gegner heranziehen oder in einem Bogen um sie herumbewegen kann. Das erhöht das Tempo enorm, weil dadurch auch wieder kurze Dashes zur Seite möglich sind. Natürlich kann man wie im Hauptspiel grüne Geschosse parieren und zurückschleudern, aber der Fokus liegt klar auf dem Ausweichen. Dadurch lädt man eine Energieleiste, die verschiedene Angriffe ermöglicht und das Arsenal sinnvoll erweitert. Den Schild erhält man im Spielverlauf zurück und kann dann zwischen Speer und Schild wechseln – was auch dringend nötig ist, wenn man das Spiel wirklich beherrschen und auf höheren Schwierigkeitsgraden bestehen möchte.

Der DLC ist clever designt: Das erste Level dient zur Auffrischung und reaktiviert das Muskelgedächtnis. Sobald man sich wieder eingespielt hat, nimmt einem das Spiel den gewohnten Schild weg und drückt einem den Speer in die Hand. Das ist zunächst ungewohnt und benötigt etwas Einarbeitung, aber sobald man diese Phase hinter sich hat, wird der Speer zu einem extrem nützlichen Werkzeug, mit dem man das Schlachtfeld kontrollieren kann. Und selbst wenn man später den Schild zurückbekommt, ist er keine Ablösung, sondern eine Ergänzung. Je nach Situation ist eines der beiden Werkzeuge klar im Vorteil – und das Beherrschen beider ist essentiell.

Spielerisch bleibt ansonsten alles beim Alten: Man erledigt weiterhin haufenweise Dämonen, die mit dem Slayer eingesperrt sind, und muss wie eine Naturgewalt über sie hinwegfegen. Diese Grundformel findet in Revelations tatsächlich neue Highlights.
Ich persönlich springe sehr stark auf diesen Spielstil an und habe die DLC‑Kampagne auf Nightmare beendet – nur im Endgame musste ich an ein paar Stellen etwas herunterdrehen. Der spielerische Kern ist für mich herausragend, weil es immer darum geht, den Raum zu lesen, Bedrohungen zu priorisieren und sich konstant zu bewegen, um schnell Taktiken zu entwickeln. Das Spiel wirft einem neue Dämonentypen entgegen, die echte Herausforderungen darstellen, aber immer fair bleiben.

Die Hauptkampagne besteht aus fünf neuen Levels, die über ein Hub‑Level verbunden sind. Die Levels sind hübsch designt, relativ weitläufig und bieten nicht nur Arenakämpfe, sondern auch kleine Rätsel‑ und Geschicklichkeitseinlagen zur Auflockerung, versteckte Nischen mit Sammelkram und Upgradematerial für den Speer. Diese Abwechslung fand ich sehr angenehm, und die Struktur hat für mich einen gewissen Old‑School‑Vibe.

Nach der Hauptkampagne geht es ins Endgame, und hier erwarten einen die wahren Herausforderungen für Doom‑Profis. In jedem Level öffnen sich neue Wege und damit neue Aufgaben, die man alle bewältigen muss, um Zugang zum finalen Boss zu erhalten – einer wirklich harten Nuss. Besonders nett sind die sogenannten Retro‑Levels, die optisch an das allererste DOOM erinnern. Wenn man alle Retro‑Levels abschließt, erhält man die „93 Shotgun“, die optisch an die klassische Doom‑Shotgun angelehnt ist.

Der DLC erzählt natürlich die Story ein Stück weiter, aber ich bleibe dabei: Die Story nimmt in den modernen Doom‑Teilen etwas zu viel Raum ein. Die Lore bleibt relativ seicht und nicht besonders interessant, und es war unnötig, die Hintergründe des Slayers weiter zu erklären.
Technisch habe ich nichts auszusetzen. Die Grafikoptionen sind vielfältig, und auch wenn ich etwas herumdrehen musste, konnte ich das Spiel durchgehend mit über 70 FPS spielen – was bei diesem Spiel absolut nötig ist. Der Soundtrack bietet die üblichen treibenden Doom‑Klänge, die einen wunderbar nach vorne treiben.

Insgesamt also ein sehr starker DLC, den ich wirklich nur empfehlen kann, wenn man das Hauptspiel mochte.

Beitrag » 13. Sep 2026 01:03 #3821

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

The Blood of Dawnwalker - 8/10
Ein sehr gutes Rollenspiel, bei dem man merkt, dass die Entwickler der "The Witcher"-Serie daran mitgearbeitet haben. Ich habe es auf PS5 Pro im Balanced-Modus gespielt, d.h. 40fps+ und meistens 4K.
Die Story kann ja nachgelesen werden, kurz gefasst musst du als Coen, ein junger Dawnwalker (sowas wie Blade nur ohne Fähigkeiten am Tag) deine Familie retten, die der böse Brencis gefangen hält und nach 4 Wochen opfern will. Nach einem recht streng geführten Prolog wirft dich das Spiel in die von Anfang an komplett begehbare, angenehm überschaubare Welt und lässt dich mal machen.
Alle Aktiviäten kosten Zeit und ein Tag hat acht Tag- und acht Nachtsegmente. Kleine Aktivitäten kosten ein Zeitsegment, aber es gibt auch Quests, die sechs Segmente kosten können. Freies Erkunden kostet nie etwas. Ich fand das System eigentlich ganz cool, weil es zwar die Möglichkeit gibt, sich einfach aufzuleveln und dann den Bossfight zu machen, indem man einfach alle Aktivitäten erledigt und die Quests liegen lässt, man kann aber auch die Quests machen und hat dann genug Zeit für alles an storyrelevantem Kram. Bis auf ein ganz bisschen einer Questline müsste ich eigentlich alles gesehen haben und hatte noch drei Tage Zeit, bevor ich den Endkampf begann.
Das Kampfsystem muss man kurz lernen, ist dann aber rewarding und wuchtig. Es gibt genug Schwierigkeitsgrade von chillig bis hart. Die Grafik ist sehr schön. Es gibt viel Gewalt, sodass die USK 18 keinen verwundert. Ein wenig erinnerten mich manche Horrorpassagen an "Stranger Things". :ugly:
Das einzige, was mich stört, war das Ende, das mir zu abrupt und zu wenig erklärt war. Fühlte sich ein bisschen an wie "Spiel muss jetzt in die VÖ, lass mal so lassen" an. Ansonsten gab es wenig Bugs, es lief alles okay.
Ich bin mal gespannt, wohin die Reise geht. Rebel Wolves haben die Möglichkeit, ein interessantes Franchise aufzubauen.
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