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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 27. Mai 2026 20:11
von The Gravedagokck
Gears of War Reloaded - 7/10
Ich habe es ja schon auf der Wiese gesagt und von Rodon die Antwort bekommen: Warum ist das Spiel so "standardmäßig" aus heutiger Sicht? Weil es den Deckungsshooter salonfähig gemacht hat.
Da ich nie eine Xbox hatte, konnte ich das Spiel nie spielen und habe Deckungsshooter erst mit dem zweiten "Mass Effect" so richtig kennengelernt, das ja immerhin 3 Jahre jünger ist. Somit ist dieser Pionier schnell beschrieben: Man rennt mit einem kleinen Squad von A nach B und bratzt aus der Deckung heraus jede Menge "Locusts" weg, die den Planeten Sera übernehmen wollen. Die Story ist dabei nicht weiter wichtig, es geht hier um die Action. Diese ist für ein 20 Jahre altes Spiel gut inszeniert, auch wenn Zwischensequenzen in Nicht-Ingame-Grafik natürlich heutzutage seltsam anmuten.
Abwechslung gibt es durch Auto-Verfolgungsjagten, eine Zug-Sequenz und diverse Kleinigkeiten. Ansonsten ist "Gears of War" angenehm geradlinig ohne Skilltree oder Open World oder sonstwas. Die Waffen finde ich etwas lahm, die Feuerpower wird nicht gut in den Controller übergesetzt und bis auf Sniper, Maschinengewehr und Handgranaten habe ich eigentlich nix benutzt. Der Hammer of Dawn ist so cool wie sinnlos, da er auf eine Handvoll Einsätze begrenzt ist.
Insgesamt bin ich froh, mir nicht nur für diese Spiele eine Xbox gekauft zu haben, wie ich es zeitweise vorhatte, aber trotzdem intrigued genug, um zu hoffen, dass Teil 2-5 auch noch auf die Sony-Konsole kommen.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 13. Jun 2026 14:19
von BlackDead
Pragmata
Das neue Spiel von Capcom, und ich muss sagen: Es fühlt sich durchgehend wie ein klassisches Capcom‑Spiel an.
Die Handlung ist eher klassische Science‑Fiction. Die Hauptfigur Hugh reist für eine Inspektion zu einer Mondbasis und muss feststellen, dass eine durchgedrehte KI die gesamte Besatzung ausgelöscht hat. Dort findet er das Androidenmädchen Diana, und gemeinsam machen sie sich daran, das Problem zu lösen.
Storytechnisch ist das nichts Besonderes, auch wenn es nett erzählt wird. Das eigentliche Highlight liegt klar in der Beziehung zwischen Hugh und Diana. Diana ist kindlich, neugierig, stellt Fragen und macht niedliche Dinge – das ist alles sehr liebevoll umgesetzt. Dadurch wächst sie einem sofort ans Herz und weckt den Beschützerinstinkt.
Glücklicherweise ist sie im Gameplay aber kein störender Faktor, und man muss sie nicht direkt beschützen. Stattdessen sorgt sie für einen interessanten Twist im Third‑Person‑Shooter‑Gameplay.
Das Besondere am Spiel ist nämlich, dass die verschiedenen Robotergegner anfangs nicht wirklich verwundbar sind. Diana muss sie zuerst hacken. Das geschieht in einem integrierten Minispiel, bei dem man ein Quadrat über ein Gitternetz zu einem bestimmten Punkt steuert, um die Gegner verwundbar zu machen. Auf dem Weg dorthin sollte man möglichst Extrafelder mitnehmen, die entweder den verwundbaren Zustand verlängern oder zusätzliche Effekte auslösen, etwa dass sich Gegner gegenseitig angreifen oder betäubt werden.
An diese Mechanik muss man sich zunächst gewöhnen, da sie in Echtzeit abläuft, während man gleichzeitig angegriffen wird. Man muss also seine Aufmerksamkeit zwischen Ausweichen und Hacken aufteilen. Grundsätzlich funktioniert das aber wunderbar und macht auch Spaß. Dazu kommen diverse Waffen und Werkzeuge, die unterschiedliche Taktiken ermöglichen.
Das Spiel ist klassisch in größere, eher geradlinige Level unterteilt. Neben Gegnern gibt es Geschicklichkeitsabschnitte und kleine Rätsel. Das funktioniert alles sehr gut, und man hat sich Mühe gegeben, die Abschnitte abwechslungsreich zu gestalten. Auch wenn eine Raumstation naturgemäß etwas steril wirkt, gibt es hier Bereiche wie Teile einer Großstadt, die aus einer Art 3D‑Drucker stammen, oder Abschnitte, die von künstlichen Pflanzen überwuchert sind.
Zwischendurch landet man immer wieder in einem Schutzraum, der als Speicherpunkt dient und es erlaubt, sich auszurüsten oder Upgrades vorzunehmen. Die dafür benötigten Materialien findet man in den Leveln, teilweise gut versteckt. Im Schutzraum kann man außerdem Trainingsmissionen absolvieren, die ein netter Bonus sind und teilweise recht herausfordernd werden, wenn man alle Ziele erfüllen möchte.
Nach Abschluss der Handlung kann man entweder ein „New Game Plus“ starten oder die Level erneut besuchen, um wirklich jeden Sammelgegenstand einzusammeln. Dadurch schaltet man zusätzliche Herausforderungen frei, und wenn man diese alle erledigt hat, erhält man eine neue Waffe und kann das geheime Ende freischalten – eine kleine Szene, die einen möglichen Nachfolger anteasert.
Das Spiel ist insgesamt sehr klassisch aufgebaut und hat mir gerade deshalb gut gefallen, weil es schnörkellos bleibt und kaum unnötigen Ballast enthält.
Grafisch sieht es sehr schick aus, läuft technisch einwandfrei, und auch Soundtrack sowie Synchronisation sind sehr gelungen.
Insgesamt ein wirklich schöner Titel und ich bin gespannt, ob und was Capcom hier noch nachlegt.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 18. Jun 2026 17:51
von The Gravedagokck
Strange Brigade - 6/10
Endlich komme ich mal zum posten, habe ich schon kurz vorm "Gothic Remake"-Release durchgespielt.

"Strange Brigade" ist ein Koop-3rd-Person-Shooter. Ich sage bewusst nicht "Action Adventure", weil man einen großen Teil des Spiels durch verschieden große Arenen geschleust wird und dann einen Haufen Untote wegbratzen muss. Dabei sieht das Spiel aus wie ein "Uncharted"-Teil (aber nicht so detailliert und schön wie der vierte) und hat die Erzählweise von "Freedom Force" (wer es noch kennt). Sprich: Ein britischer Erzähler palavert darüber, was der Truppe gerade passiert.
Truppe? Ja, die namensgebende Brigade besteht aus vier Charakteren, von denen man einen steuert. Dieser ist im Singleplayer alleine unterwegs, was ich unglücklich gelöst finde. Insbesondere, weil man es oft mit Horden von Gegnern zu tun hat und man manchmal sehr das Gefühl hat, das Spiel ist nur auf Koop ausgelegt. Da wären KI-Begleiter für den Singleplayer besser gewesen, insbesondere, weil der Koop nur online ist (lame). Hier wäre Couch-Koop deutlich cooler gewesen.
So sorgt der Einzelspielermodus für ein paar Frustmomente. Die Story ist in den Videos ganz witzig, aber vernachlässigbar. Der letzte Bossfight hat Spaß gemacht. Den DLC kaufe ich mir aber nicht.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 26. Jun 2026 19:23
von Crizzo
007 First Light
tl;dr: Tolles Actionspiel, ist imho durchaus eine Reise wert.
Schwierigkeitsgrad: Höchster
Spielzeit: 16 h
System: PC, hohe Details
Das Spiel zeigt die Anfänge von 007. In einigen Kapiteln darf man sich als James Bond durch die Ausbildung von MI6 kämpfen und später erste Missionen aufnehmen. Feinde werden Freunde, und umgekehrt. Ruhige Abschnitte zu Beginn, oft im Stile von Hitman, eskalieren ziemlich pünktlich zum Ende des Kapitels in ein Action und Schussfestival. Unterstützt von verrückten Tools und einer Q-Lab Uhr sowie aller Hand an Waffen.
Ja, den Hitman-Anstrich merkt man. Die Animationen und Bewegungen, verschiedene Hinweise und Infos aufm HUD, die ruhigere Vorgehensweise am Anfang der Kapitel, wo man Informationen erlangen und in gesperrte Bereiche kommen muss, erinnern sehr stark an Agent 47, ohne so stark in die Tiefe zu gehen.
Aber zusammen mit Musik, dem Charme und den coolen Sprüchen, insbesondere mit dem Ausbilder Greenway, kommt tolle Agenten-Anfänger Stimmung auf. Die 16 h vergehen wie im Flug, auch wegen der abwechslungsreichen Level in Europa, Asien und der Arktis. Urlaubsregion oder High-Tech-Tempel, alles dabei. Das Q-Lab hat viel Atmosphäre und einiges zu entdecken.
Manchmal ist allerdings die Steuerung ein klein wenig zickig und teilweise sind die Speicherpunkte nicht optimal, dann muss man eben die Zwischensequenz abbrechen und manche Bosskampf-Abschnitte nötigen einem zum richtigen Timing und Auswendiglernen des Weges. Stört aber nicht. Kleinere QTE für Kämpfe oder erweiterte Zwischensequenzen, nur wer das gar nicht will, muss hier passen.
Es gibt allerdings in der Story bzw. Funktion so ein paar Dinge, wo man direkt denkt: neee? Das ist jetzt komisch. Beschäftigte mich aber nicht so lange.
Also reinspielen
9/10
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 28. Jun 2026 21:06
von Crizzo
Mafia - The Old Country
Schwierigkeitsgrad: Höchster
Spielzeit: 12 h
System: PC, hohe Details, DLSS Qualität
Don Crizzo finished the game!
Ich mochte bisher die meisten Mafia-Teile sehr gerne. Teil 1, das Remaster und auch Teil 2. Der dritte Teil war allerdings nach nicht mehr 4h die Luft raus.

- Einfache Jobs zu Beginn
Aber hier, hat mich das Spiel zum rasanten Durchspielen bewegt. Alles sehr linear, sowohl die Missionen als auch deren Ablauf. Freiheiten gibt es nur wenige, mal ein bisschen beim Shop was aufwerten, aber insgesamt eigentlich unnötig dort Waffen, Messer oder Amulettslots zu kaufen. Macht das Spiel ggf. ein wenig einfacher. Fand aber insbesondere die Schießereien okay schwer und die Messkämpfe haben mich öfter zum verzweifeln gebracht.
Die Schleichpassagen sind häufig! Wer das nicht möchte, ist hier einfach falsch. Aber dank Entdeckungsanzeige und okayisher KI imo wirklich nicht zu schwer oder gar frustrierend. Die Speicherpunkte sitzen ganz gut, nur selten nerven dann ein paar Wiederholungen mit bestimmten automatischen Szenen. Größere Zwischensequenzen sind ohnehin überspringbar.

- Heimlicher Star, die schöne Kulisse!
Unterwegs in der Welt ist Enzo, der aus den Schwefelminen entkommen ist und und jetzt bei einer Mafia-Familie aufgneommen wurde, per Pferd oder Auto, selten auch Kutsche. Die Autos fahren sich besser als in 007 First Light, obwohl man auf Feldwegen mit Seifenkisten mit Schubkarrenrädern fährt^^
Gekämpft wird in Bosskämpfen quasi immer mit dem Messer. Zu stechen oder schlagen, Blocken, ausweichen und kontern. Überschaubar komplex. Ansonsten Schusswechsel und heimliches Meucheln von hinten. Waffen gibt es genügend. Die Schrotflinten waren imo ein wenig zu stark und die anderen ein bisschen zu ungenau. Mehr als 1 Verbandspäckchen gibt es auch nicht.

- Autorennen dürfen auch nicht fehlen, Physik vom Abschleppseil sonderbar.
Die Welt ist äußerst atmosphärisch und wunderschön anzusehen. Das Spiel läuft durchaus flüssig und hat höchstens kleinere Hänger beim Wechsel von Zwischensequenzen zum selbstspielen. Die Story macht Spaß, erfindet das Rad aber nun wirklich nicht neu und ist auch größtensteils ohne Überraschungen geblieben. Humor hätte hier und da noch ein wenig gut getan, da war 007 First Light besser unterwegs. Hätte auch ein wenig länger sein dürfen. Aber ich spiels sicher irgendwann nochmal.
tl;dr: Wer ein klassisches Mafia-Spiel will und kein Problem mit Messerkämpfen, Schleichpassagen und Auto/Pferderennen hat, kann problemlos zugreifen
8/10
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 2. Jul 2026 22:53
von Rumple
Gothic 1 Remake
Komme vom Sport, deswegen schreibe ich nur mal schnell was runter, was mir gerade so einfällt.
Es ist schon ewig her, dass ich Gothic gespielt habe, dennoch habe ich mich beim Remake schnell wieder heimisch gefühlt. Es ist Gothic. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Wenn man das Original mochte, sollte man sich das Remake mal angucken.
Es ist nicht ohne Probleme. Teils waren englische und deutsche Texte vermischt. Performance war teils ziemlich mies. Es gibt Bugs, Glitches, etc. Auch da ist es sich dem Original also treu.
-Balancing ist nicht gelungen. Habe als Magier gespielt und manche Zauber brauchen so lange, dass sie eigentlich nicht effektiv nutzbar sind. Werde es nochmal als reiner Nah- oder Fernkämpfer durchspielen.
-Die deutsche Synchro ist leider nicht gelungen. Manche Sprecher machen ihre Sache wirklich gut, viele aber auch nicht. Der namenlose Held ist leider ein Negativbeispiel und dadurch fällt es wahrscheinlich nochmal besonders auf.
-Es gibt ein neues Minispiel fürs Schlösserknacken. Vom Prinzip her gefällt es mir sogar, aber es ist irgendwie willkürlich. Es gibt wohl auch verschiedene Schwierigkeitsstufen, aber gefühlt kann ein schwierigeres Schloss leichter zu sein als ein einfaches.

Und am Ende hockt man an einem besonders schweren Schloss und es ist nur Mist drin.
-Es gibt wohl ein neues dynamisches Handelssystem, d.h je mehr man von einem Gegenstand verkauft, desto weniger bekommt man dafür. Hat bei mir irgendwie dazu geführt, dass die Fähigkeiten fürs Tiere zerlegen (Felle entehmen, etc. pp) eigentlich zu teuer ist für den nutzen. Habe massig Tiere gejagt, aber der Ertrag war eher mäßig.
- Leider greifen manche Storywendungen, Quests bzw. Entscheidungen nicht wirklich zusammen. Hier hätte man mehr machen können. Bsp.:
Man kann eigentlich viel meckern, aber es mich nie so sehr gestört, dass keine Lust mehr hatte. Ich hoffe auf ein baldiges Remake von Gothic 2 + DNdR.

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 5. Jul 2026 12:21
von BlackDead
Call of Duty: Modern Warfare (2019)
Immer mal wieder bin ich neugierig auf eine Call‑of‑Duty‑Kampagne, und da ich einiges Positives über die 2019er‑Kampagne von Modern Warfare gelesen habe, wollte ich dem Ganzen eine Chance geben — auch weil es das Spiel günstig im Bundle gab. Diesen positiven Eindruck kann ich allerdings nicht teilen.
Grundsätzlich ist es eine ganz klassische Call‑of‑Duty‑Kampagne mit dem üblichen Gameplay. Man spielt verschiedene Soldaten und wird in unterschiedliche Szenarien geworfen, wobei der Ablauf immer ähnlich ist und der Levelbau streng linear bleibt. Die Abwechslung besteht aus den üblichen Versatzstücken wie einem Scharfschützen-Abschnitt oder einer Sequenz, in der man etwas mehr schleichen soll. Alles Dinge, die man schon zur Genüge kennt, und wirklich Neues gibt es hier nicht. Außerdem spielen gefühlt rund 80 % der Levels in irgendeinem Wüstenstaat, wodurch es optisch kaum Varianz gibt.
Das Gunplay ist grundsolide, aber die zahlreichen Waffen spielen sich oft sehr ähnlich. Es kommt selten zu Momenten, in denen man das Gefühl hat, gerade etwas Besonderes in der Hand zu haben.
Ich habe die Kampagne auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad abgeschlossen, und der ist meiner Meinung nach nicht gut ausbalanciert. Das Spiel peitscht einen meistens nach vorne, aber gleichzeitig stirbt man extrem schnell oder muss sekundenlang in Deckung ausharren, um sich zu heilen. Das nimmt oft das Momentum aus den Gefechten und führt dazu, dass man bestimmte Abschnitte mehrfach wiederholen muss, um voranzukommen. Immerhin sind die Checkpoints sehr großzügig gesetzt, wodurch sich der Frust in Grenzen hält.
Die Story ist reiner Durchschnitt und behandelt nur die üblichen Themen, die man von einem Spiel dieser Art erwartet. Zwar versucht das Spiel stellenweise intensivere Szenen einzubauen, etwa wenn man als Opfer ein Kriegsverbrechen miterlebt, aber das fand ich nicht besonders effektiv und eher aufgesetzt.
Grafisch sieht das Spiel noch ordentlich aus, und auch soundtechnisch hat es mir gefallen.
Insgesamt kann ich das Spiel aber nicht empfehlen, außer man hat unbedingt Lust auf genau diese Art von Call‑of‑Duty‑Kampagne.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 11. Jul 2026 16:36
von BlackDead
Metroid Prime 4: Beyond
Das neueste Metroid‑Spiel ist zwar ein grundsolides Spiel, aber man merkt, dass es hier wirklich an echten neuen Ideen fehlt. Ich persönlich kenne nur wenige Metroid‑Titel und von der Metroid‑Prime‑Serie nur die Remaster‑Version für die Switch.
Das Spiel folgt der üblichen Formel. Man erforscht Areal für Areal, bekommt neue Fähigkeiten und Waffen, die wiederum neue Wege und Türen öffnen. Leider fehlt es hier an etwas wirklich Neuem. Man bekommt die üblichen Raketen und dazu den Feuer‑, Eis‑ und Voltschuss. Im Spiel wird das alles gut eingesetzt, sei es für Rätsel oder Herausforderungen, aber es bleibt ein sehr starker Standard.
Die einzige wirkliche Neuerung ist das Vi‑O‑La‑Motorrad, mit dem man durch die Wüste fährt, um von Areal zu Areal zu gelangen. Das Motorrad hat zwar ein cooles Design, aber spielerisch wird es fast ausschließlich als Transportmittel genutzt. Man kann damit zwar auch gegen Gegner kämpfen, aber das spielt eigentlich nur bei zwei Bosskämpfen eine Rolle.
Innerhalb der Wüste gibt es nur wenig zu entdecken. Hier und da findet man einen Schrein, der eine Art Rätselraum ist, in dem man ein Waffenupgrade bekommt. Zudem lassen sich grüne Kristalle aufsammeln, die man für ein Anzugsupgrade benötigt.
Die einzelnen Abschnitte im Spiel haben ein recht hübsches außerirdisches Design, sind aber im Grunde auch nur die bekannten Vulkan‑ oder Eislevel. Sie sind trotzdem schön aufgebaut. Hin und wieder übertreibt es das Spiel jedoch mit dem Backtracking. Man muss etwas zu oft zwischen den Arealen wechseln, um mit Waffe X plötzlich einen neuen Weg in Areal Y zu öffnen, nur um dort ein Upgrade zu bekommen, damit man im eigentlichen Hauptareal weitermachen kann. Das fühlt sich manchmal etwas zu sehr nach Streckung an.
Natürlich gibt es auch wieder Bosskämpfe, und die funktionieren grundsätzlich gut und nach den üblichen Mustern. Nur einer zieht sich recht nervig in die Länge, weil er ein viel zu kleines Zeitfenster hat, in dem er verwundbar ist.
Insgesamt ist es trotzdem ein gutes Spiel, das ich aber nur Freunden der Metroid‑Formel weiterempfehlen kann.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 15. Jul 2026 19:57
von The Gravedagokck
Gothic Remake - 8/10
Für mich eins der am meisten erwarteten Spiele der letzten Jahre, was irgendwie komisch ist, wenn man bedenkt, dass es ein Remake ist. Aber als "Gothic"-Fans wurde man nach der initialen, verhunzten Demo ja immer wieder mit Screenshots und Videos gefüttert, die einen hungrig gemacht haben. Warum es dann doch nicht vorbehaltlos die volle Punktzahl gibt, zähle ich jetzt mal in einer Pro- und Contraliste auf:
+ sie haben wirklich nichts aus dem damaligen Playable Teaser übernommen, was sehr gut ist!
+ sie sind der Story treu geblieben und haben sie an sinnvollen Punkten (Orklager, Schläfertempel) erweitert
+ der Soundtrack ist schön und dank Originalkomponist Kai Rosenkranz sehr passend
+ die wichtigsten Originalsprecher sind dabei (namenloser Held, Xardas, Y'Berion und weitere)
+ das Feeling ist erhalten geblieben
+ die Grafik ist wunderschön
+ legendäre Sprüche vorhanden ("Deine Mutter treibts mit Ziegen!")
+ trotz komplettem Overhaul alles wiedererkennbar und keine Ladezeiten
+ gute Controllersteuerung
+ wenig Bugs
+ an vielen richtigen Stellen old-school
- ein nerviger Soundbug im Schläfertempel, der mit den anschließenden Patches nur teils behoben wurde
- das Kampfsystem ist zwar smoother als im Original aber weit entfernt von gut und die Upgrades für Ein- und Zweihandkampf fühlen sich nicht so wertig und unmittelbar merkbar an wie im Original
- der Anfang ist immer noch etwas träge
- sich ohne Karte zurechtzufinden ist schwieriger geworden, weil die Map mehr Details hat und es gibt keinen Quickbutton für die Map
- leichte Balancingprobleme am Ende
Doch insgesamt kann ich das Spiel allen Fans des Originals ans Herz legen. ich hoffe, dass Alkimia auch Teil 2 neu auflegt.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 15. Jul 2026 20:14
von Rumple
Kann ich nicht so bestätigen. Keine völlige Katastrophe, aber doch schon nervig. Teils konnten Quests auch nicht abgeschlossen werden. Und mit den Patches wurden es mehr
The Gravedagokck hat geschrieben: 15. Jul 2026 19:57
[..]
- sich ohne Karte zurechtzufinden ist schwieriger geworden, weil die Map mehr Details hat und es gibt keinen Quickbutton für die Map
[..]
Auf welchem Sytstem hast du es denn gespielt? PS?
The Gravedagokck hat geschrieben: 15. Jul 2026 19:57
Doch insgesamt kann ich das Spiel allen Fans des Originals ans Herz legen. ich hoffe, dass Alkimia auch Teil 2 neu auflegt.
Ja. Ich will es jetzt!

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 20. Jul 2026 15:17
von BlackDead
007: First Light
Wenn ich das Spiel grob zusammenfassen müsste, würde ich es als eine Mischung aus Uncharted und Hitman beschreiben, wobei letzteres wenig überrascht, da derselbe Entwickler dahinter steckt.
Bei First Light handelt es sich im Grunde um ein klassisches Action‑Adventure mit der James‑Bond‑Marke, und ich muss sagen, es ist wirklich gut gelungen.
Einer der wichtigsten Aspekte des Spiels ist seine Abwechslung und seine Inszenierung. Das gilt sowohl für die Szenarien als auch für die Struktur der Missionen. Dabei läuft das Ganze gerne filmisch ab. Am besten ist, dass sich die ruhigeren Infiltrationsabschnitte, Schleichpassagen und die eskalierenden Schusswechsel gut abwechseln und keines dieser Elemente zu lange dauert.
Grundsätzlich ist eine typische Mission immer ähnlich aufgebaut. Zuerst kommt ein Infiltrationsabschnitt, in dem man Informationen über das Missionsziel sammelt, meistens durch das Belauschen von Gesprächen. Das ist zwar oft recht offensichtlich gestaltet und dient hauptsächlich dazu zu zeigen, welche Wege es gibt, aber immerhin hat man die Wahl, wie man vorgehen möchte. Wer Interesse hat, Missionen erneut zu spielen, kann so neue Wege ausprobieren oder andere Herausforderungen abschließen. Das ist relativ offen gestaltet, aber das Spiel führt einen dennoch deutlich, vor allem in den geradlinigen Abschnitten, in denen gelbe Markierungen klar zeigen, wo es weitergeht.
Der nächste wichtige Gameplayteil ist das Schleichen, das viel Raum einnimmt. Das funktioniert sehr gut, und man hat verschiedene Möglichkeiten, ungesehen ans Ziel zu gelangen, von unterschiedlichen Gadgets bis hin zum Bluffen, um aus einer Situation herauszukommen. Letzteres fand ich eine wirklich hübsche Idee, wie James sich in einem niedrigen Sicherheitsbereich schnell einen schlauen Spruch einfallen lässt, um Wachen oder Zivilisten zu beruhigen. Natürlich sind diese Aktionen begrenzt verfügbar und mit Ressourcenkosten verbunden.
Wenn Schleichen keine Option ist oder man entdeckt wird, beginnen die Kämpfe. Dabei gibt es zwei Arten von Action: Schusswechsel und Nahkämpfe. Die Nahkämpfe sind relativ simpel und basieren auf Ausweichen, Blocken, Kontern und Zuschlagen, aber dank der Animationen fühlt sich das angenehm wuchtig an. Gegner werden gegen Tischkanten gerammt oder bekommen Gegenstände an den Kopf geworfen, was das Ganze sehr dynamisch wirken lässt.
Die Schusswechsel sind typische Deckungsgefechte, wobei man beachten muss, dass James hier weniger an Deckungen klebt und vieles sehr filmisch inszeniert ist. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist es essenziell, viel auf explosive Objekte zu schießen, etwa rote Fässer oder Feuerlöscher, um Gegner auszuschalten. Der Fokus liegt klar auf Spektakel und weniger auf taktischer Tiefe. Besonders wird das Ganze dadurch, dass Munition sehr begrenzt ist. Man kann zum Beispiel die leere Waffe an den Kopf eines Gegners werfen, ihn anschließend überwältigen oder ihm die Waffe aus der Hand schießen. Das sorgt für ein dynamisches und actionbetontes Spielgefühl, und die Gefechte machen wirklich Spaß.
Insgesamt habe ich für das Spiel etwa 25 Stunden gebraucht, was eine angenehme Spielzeit ist. Wer möchte, kann zusätzliche Herausforderungen mit Modifikationen starten, um noch etwas mehr aus dem Gameplay herauszuholen. Weitere Inhalte wurden bereits angekündigt, und man darf gespannt sein, wie das Spiel sich noch weiterentwickeln wird.
Handlungstechnisch haben wir es mit einer sehr typischen James‑Bond‑Geschichte zu tun, nur mit der Besonderheit, dass Bond hier am Anfang seiner Karriere steht und frisch beim MI6 eingetreten ist. Das Spiel spielt in der Gegenwart, aber Bond ist hier der altbekannte, etwas hitzköpfige Charmeur und Frauenheld, der immer mal wieder einen Spruch fallen lässt, aber noch merklich unerfahren ist. Diese Dynamik kommt wirklich gut zur Geltung und ist für mich eines der Highlights des Spiels.
Ich bin kein James‑Bond‑Experte, aber das Spiel ist definitiv eine Liebeserklärung an sämtliche Bond‑Äras. Man findet haufenweise Anspielungen und Easter Eggs, von einem Goldfinger als Fingerprothese über die Tatsache, dass James Bücher über Ornithologie liest, bis hin zu Kamerafahrten, die mich stark an die Daniel‑Craig‑Filme erinnert haben. Es ist ein Spiel, bei dem man merkt, dass mit Leidenschaft gearbeitet wurde.
Technisch habe ich nicht viel auszusetzen. Es läuft flüssig, sieht gut aus, und am PC hat man genügend Einstellungsmöglichkeiten. Am Anfang hatte ich ein Problem mit der Deadzone des Controllers, aber das ließ sich im Spiel einstellen, womit das Problem erledigt war. Die englische Synchronisation ist hervorragend, und die Musikstücke enthalten nicht nur das ikonische James‑Bond‑Thema, sondern der gesamte Soundtrack fühlt sich wie ein Bond‑Film an.
Insgesamt also ein wirklich toller Titel, den ich allen Freunden des Genres empfehlen kann, besonders wenn man ein Faible für James Bond hat.
Ich für meinen Teil bin gespannt, wie die Fortsetzungen aussehen werden, denn man kann sich sicher sein, dass James Bond zurückkehren wird.
Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran
Verfasst: 21. Jul 2026 11:56
von The Gravedagokck
007 First Light - 8/10
Siehe Pestis Post.

Meine Eindrücke ähneln sich, auch wenn ich das moderne "Hitman" nie gespielt habe. Die Kletterpassagen und dergleichen sind stark an "Uncharted" angelehnt und jeder schief grinsende Charmeur erinnert mich auch immer ein wenig an Nathan Drake, aber was das Spiel macht, macht es gut. Lediglich Kleinigkeiten störten mich, wie zum Beispiel die zu offensichtlich geskripteten Verfolgungsjagden. Natürlich ist es klar, dass es für die Story wichtig ist, den Charakter an einer bestimmten Stelle zu fangen oder auch nicht, aber wenn man gerade die Waffe benutzen darf und der Verfolgte macht eine Gittertür zu, damit du einen Umweg laufen musst, man durch die Tür aber klar durschschießen könnte, dann nimmt das Immersion. Irgendwo anderes hat eine verfolgte Person immer brav gewartet, bis ich nahe genug dran war, was man auch gesehen hat.

Abseits dessen kann ich aber nur Positives über das Spiel berichten: Die Story ist gut, James Bond verhält sich, wie man es von Bond kennt, es gibt viele Anspielungen auf die Filme und vor allem auf die immer wiederkehrenden Motive, man trifft viele bekannte Charaktere und das Gameplay ist schön flüssig, der Schnitt von Zwischensequenz zu Game insbesondere am Anfang überragend und die Grafik auf PS5 Pro sehr schön.
Ebenso fand ich die Länge des Spiels gut, denn nicht jedes Spiel muss 50+ Stunden Spielzeit haben und ich fand es noch besser, dass es keinen unnötigen Skilltree oder Open World oder Hub gab. IO Interactive haben genau die richtigen Teile weggelassen, um bei einem Action Adventure einen guten Flow zu erzeugen.
Ich freu mich schon auf einen 2. Teil, das Ding verkauft sich ja gut.
